Denkmalschutz: 160.000 Euro fürs Sanieren einer Feierhalle

Auf dem Friedhof in Schwarzenberg-Wildenau rücken bald Handwerker an. Sie setzen ein Gebäude in Stand, das seit einiger Zeit nicht genutzt wird.

Schwarzenberg.

Auf dem Friedhof in Wildenau wird nach wie vor bestattet, die marode, in kommunalem Eigentum befindliche Feierhalle jedoch nicht mehr genutzt. Dennoch steht nun deren Sanierung bevor, insbesondere außen. Grund für diese Arbeiten ist der Denkmalschutz. Die Stadträte im Technischen Ausschuss vergaben die ausgeschriebenen Aufträge. Eine Firma aus Geyer führt für rund 89.250 Euro die Bauhauptleistungen aus. Ein Zwickauer Gerüstbauer kommt für etwas mehr als 4300 Euro zum Zuge, ein Rittersgrüner Dachdecker-Unternehmen für knapp 34.000 Euro. Und für gut 14.700 Euro übernimmt eine Firma aus dem vogtländischen Auerbach die Tischlerarbeiten. Macht inklusive der Planung etwa 160.000 Euro.

Diese Zahl veranlasste Stadträtin Christine Matko (CDU) zur Frage, ob angesichts solcher Ausgaben das Gebäude "dann irgendwie nutzbar" sei, vielleicht für thematisch geeignete Ausstellungen. Auch für CDU-Stadträtin Lilly Vicedom, Vorsitzende des Vereins der Schwarzenberger Kunstfreunde, ist das "eine neue Idee", die jedoch einige Fragen aufwerfe, die vom Charakter und den Möglichkeiten des Hauses bis zur Versicherung von Exponaten reichen. Eine Wiedernutzung als Halle für Trauerfeiern ist laut Friedhofskonzeption der Stadt von 2016 nicht vorgesehen, dafür stehe die Feierhalle auf dem Zentralfriedhof zur Verfügung.


"Mit jeder Bestattung auf dem Wildenauer Friedhof verlängert sich dort die einzuhaltende Pietätsfrist", sagte Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) zur Zukunft dieser Anlage. Was die bevorstehenden Arbeiten an der Feierhalle betrifft: "Da leisten wir uns Denkmalschutz." Diese Halle befindet sich insgesamt in schlechtem baulichen Zustand, schätzt das Stadtbauamt ein. Es gibt innen und außen erhebliche Feuchtigkeitsschäden. Das Dach ist an einigen Stellen undicht. Die Fassade aus Klinker und Naturstein muss ausgebessert, teilweise neu verfugt werden. Die geplante Sanierung rief die Untere Denkmalschutzbehörde im Landratsamt und das Landesamt für Denkmalpflege auf den Plan. In Abstimmung mit diesen Stellen sollen zumindest außen am Haus Sanierungen erfolgen, das Dach erneuert, der Sockelbereich trockengelegt werden. Bei einem Vor-Ort-Termin gab es Hinweise zur Ausführung.

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