Geld für Winterdienst 2019 bereits aufgebraucht

Schneefall vom Januar verhagelt Finanzplanung - Räumdienst geht weiter

Johanngeorgenstadt.

Der heftige Schneefall im Januar 2019 wird für Johanngeorgenstadt teuer. Das erfuhren die Stadträte auf ihrer jüngsten Sitzung. Tagelang hatte es fast ununterbrochen geschneit. Straßen waren nicht passierbar. Zeitweilig war die Bergstadt nur schwer zu erreichen. Räumdienste waren im Dauereinsatz. Die Stadt habe deshalb das für Winterdienst geplante Budget für das Jahr komplette aufgebraucht: 185.000 Euro, wie Kämmerin Karin Rößler informierte.

Bislang wurden aber schon 225.900 Euro ausgegeben, inklusive Streukosten. Nicht in der Summe enthalten seien da Aufwendungen für Baumfällarbeiten und das Wegräumen umgestürzter Bäume von Straßen, wie Bürgermeister Holger Hascheck (SPD) auf Nachfrage erklärt. In der Räumdienst-Summe für 2019 stecke zwar ein kleiner Betrag für die Winterarbeiten im Dezember 2018. Trotzdem liege man deutlich über den Kosten des Vorjahres. 2018 wurden 134.000 Euro benötigt. 2017 waren es nur 97.000 Euro. "Das waren damals aber auch keine normalen Verhältnisse. Wir waren da sicher verwöhnt", so Bürgermeister Hascheck. Ganz anders sei nun 2019: Zwischen dem 9. und 15. Januar sei fast ununterbrochen Schnee gefallen. "Wir hätten noch zehn Räumfahrzeuge mehr haben können und hätten trotzdem nicht alle Straße freihalten können", so der Stadtchef. Doch auch, wenn das eingeplante Geld aufgebraucht sei, müsse sich niemand Sorgen machen. "Es wird natürlich geräumt", versicherte der Bürgermeister. Das Geld komme dann aus einem anderen Posten im Haushalt.


Unter anderem um den Bauhof für den nächsten Winter besser zu rüsten, stimmten die Stadträte zu, ein neues Fahrzeug zu mieten. Es handelt sich um einen Kleinlaster vom Typ AEBI MT 750. Er soll einen zehn Jahre alten Multicar ersetzen, der bereits 90.000 Kilometer auf dem Tacho habe. Dieser werde für 17.500 Euro verkauft. Die Bruttomiete für den neuen, multifunktionalen Laster, inklusive Schiebeschild, betrage monatlich knapp 1254 Euro. Der Vertrag werde über 96 Monate laufen. Das im Bauhof vorhandene Streugerät könne am Fahrzeug angebracht werden, bestätigte Bauamtsleiter René Scheer.

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