Junge Leute beleben alte Stadt

Das Jahr 2018 hat einen Wandel mit sich gebracht. In der Schwarzenberger Altstadt wurde investiert. Alte Häuser erstrahlen nun in neuem Glanz.

Schwarzenberg.

Gleich drei Geschäfte haben in den vergangenen Wochen auf den wenigen Metern der Eibenstocker Straße eröffnet, die zur Schwarzenberger Altstadt führt. Geschäfte, die das bestehende Angebot von Küchenstudio, Friseur, Fleischer sowie Mode- und Dessous-Laden ergänzen und zugleich alten Häusern neuen Glanz verleihen.

So wurde aus dem ehemaligen Gemüsegeschäft die Modeboutique "Oh la la" in Regie von Axel Biela. Der Malermeister hat zudem die wundervolle Fassade des Hauses mit frischer Farbe und viel Liebe zum Detail neu ins Blickfeld gerückt. Mit dem Kundenzuspruch in den ersten Wochen seit der Eröffnung ist er sehr zufrieden. "Mode geht immer", sagen die Marketingexperten.

Mitgezählt bei diesen drei Neueröffnungen ist auch das Reisebüro Weidmann am Oberen Tor 2, das damit ebenfalls ein seit längerem leer stehendes Geschäft neu belebt. Neu ist aber auch die Edelweiß-Apotheke, das markante Eckhaus zur Alten Schneeberger Straße.

Eigentlich hatten sie nie vor, eine Apotheke zu eröffnen, aber nun haben sie genau das getan: Stefanie Richter-Rehn ist die Inhaberin der neuen Edelweiß-Apotheke in Schwarzenberg. Gemeinsam mit ihrem Mann René (38) hat die studierte Apothekerin 2016 das ehemalige Greulich-Geschäftshaus (vormals Pietzsch) an der Eibenstocker Straße gekauft. "Das war so alles gar nicht geplant. Wir wollten nur was Eigenes und möglichst nicht weg aus der Altstadt", erzählt die 36-Jährige.

Wohnung gesucht, Geschäftshaus gefunden und die Chance auf "was Eigenes" schließlich beim Schopfe gefasst. Seit 2006 wohnt das Ehepaar im Stadtzentrum. Und sie wollten unbedingt hier bleiben. Durch Zufall erfuhren sie, dass das Eckhaus zum Verkauf steht. "Es ist sogar von erheblicher stadthistorisches Bedeutung. Ein Einzeldenkmal", sagt die Apothekerin. Heute kennen sie jeden Stein. Denn sie haben nahezu jeden in Handarbeit umgedreht, das Haus monatelang entkernt. Es stand früher für sich allein. Fenster, die beim Umbau entdeckt wurden, belegen dies. Über dem Geschäft sind fünf Wohnungen. 2019 wollen sie eine davon für sich ausbauen.

Einen frischen Anstrich hat auch das Haus gegenüber erhalten, wo einst die Gaststätte "Zur Heimat" war. Dort gibt es weiterhin trendige Mode, Wäsche, Dessous und mehr.

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