Kristall dient als Ehrung und Ansporn

In Breitenbrunn sind jetzt sechs Männer für ehrenamtliches Engagement geehrt worden. Mit ihrem Einsatz bereichern sie die ganze Gemeinde, vor allem aber natürlich den jeweiligen Ortsteil.

Breitenbrunn.

Zwei Antonsthaler, zwei Rittersgrüner, ein Breitenbrunner und ein Einwohner von Tellerhäuser haben am Samstag zur "Weihnacht im Gebirg" in der Mehrzweckhalle Breitenbrunn das Kristall des Erzgebirges erhalten. Addiert man die von den sechs Männern geleisteten Stunden im Ehrenamt, kommen weit mehr als 1000 zusammen. Dabei ist ihr Engagement ganz unterschiedlicher Natur.

Joachim Lang und Claus Schramm als Vorsitzende des Heimatvereins Silberwäsche Antonsthal beispielsweise befinden sich in diesen Tagen im Dauerstress. Am Freitag vor dem ersten Advent wurde in ihrem Heimatort unter ihrer Regie die Pyramide angeschoben, einen Tag später liefen bei ihnen die Fäden für die Mettenschicht zusammen. Seit zehn Jahren haben beide im Verein den Hut auf. Die Doppelspitze, da sind sich beide einig, habe sich bewährt. "Wir organisieren einmal im Jahr ein Dorf- und Badfest, treffen uns einmal im Monat zur Sitzung", sagt Claus Schramm und ergänzt: "Unsere Wanderfreunde gehen jeden Monat auf Tour und unternehmen einmal im Jahr eine größere Ausfahrt." Joachim Lang ist als Wanderwegewart darüber hinaus für die Beschilderung zuständig, Claus Schramm bei vielen Dingen der organisatorische Kopf.

Auch der Sportverein Tellerhäuser sorgt für Zusammenhalt und Identität. Dessen langjähriger Vorsitzender Matthias Schmidt gehörte zu den Ausgezeichneten. "Ich habe das etwa 40 Jahre lang gemacht. Wir haben Kinderwettkämpfe organisiert und Talente an den Stützpunkt nach Oberwiesenthal gebracht", so der 66-Jährige. Weil der Verein auch das Sommerfest, das Abwintern und die Rentnerweihnachtsfeier organisiert, wurde er in den Heimat- und Sportverein umbenannt.

Mit 78 Jahren ist Peter Gräßler der älteste Ehrenamtliche, der das Kristall als Ehrung erhalten hat. 26Jahre lang war er Vorsitzender der Breitenbrunner Schützen. In seiner Zeit als Vorstand - von 1990 bis 2016 - feierte er nicht nur sportliche Erfolge, sondern sorgte für eine positive Entwicklung der Infrastruktur. "Es sind zwei Schießstände entstanden, der Freiluftstand sowie in der Schießhalle einer für Kleinkaliber und Luftdruckwaffen", so Gräßler, der sich aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hat, doch seinem Nachfolger im Vorstand mit Rat und Tat zur Seite steht.

2004 war das Jahr für Bernd Hentschel und Dietrich Meyer, denn da erlebte die Rittersgrüner Fuchsjagd ihre Wiedergeburt. 27 Fuchsjagden hat es bis heute insgesamt gegeben. Am 4. Oktober 2020 soll im Breitenbrunner Ortsteil die nächste Auflage steigen. Bis dahin bleibt noch viel zu tun. "Das Programm muss erstellt, die Strecke geplant werden. Es sind Genehmigungen einzuholen, und zum Schluss ist das Zelt aufzubauen", umreißt Bernd Hentschel die vielfältigen Aufgaben. 2018 kamen immerhin 1200 Zuschauer und verfolgten das Spektakel. So etwas sei Verpflichtung und Ansporn - wie das Kristall des Erzgebirges.

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