Ostermarkt mit Vorgeschmack auf Sommer

Geschäftiges Treiben lockt etliche Besucher in die Schwarzenberger Altstadt. Die Sonne zog sogar noch zusätzliche Händler an.

Schwarzenberg.

Zahlreiche Gäste drängten sich am Ostersonntag und Ostermontag durch die romantische Altstadt von Schwarzenberg. Nicht nur an den beiden Nachmittagen, sondern auch schon vor dem Mittagessen nutzten viele die Möglichkeit eines Ausflugs in die große Kreisstadt. Am Ostersonntag standen gleich zweimal die Bergsänger Geyer auf der Bühne. Am Ostermontag sorgte Hubert "Hammer" Müller aus Frohnau mit seiner Kinderspielshow "Hallo Sonne" und dem Programm für Erwachsene, das er mit seiner Enkeltochter Charlotte gestaltete, für Abwechslung.

Der Ostermarkt eröffnet alljährlich die Marktsaison in der Perle des Erzgebirges. Was bislang oft eine nasskalte Angelegenheit war, überraschte an diesem Wochenende mit frühsommerlichen Temperaturen. So konnten die Gäste auf dem Markt reichlich Sonne tanken. Wer ein wenig Schatten suchte, wurde auf der Oberen Schlossstraße fündig. Dort lockten unter anderem das Musikhaus Philipp sowie Kunst & Kneipe mit Straßencafés. Im Handumdrehen herrschte in der historischen Altstadt von Schwarzenberg südländisches Flair.

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Vor allem von Familien mit Kindern war der Bereich um den Brunnen stark frequentiert. Dort gab es einen kleinen Streichelzoo, Kinderschminken und das beliebte Riesenosterei, das von den Kindern gestaltet werden konnte. Franziska Schönfelder war mit ihren Mädchen dort: "Wir kommen ja aus Schwarzenberg und sind jedes Jahr hier. Die Kinder lieben diesen Bereich mit Zuckerwatte, Eis und den Tieren."

Doch der Ostermarkt ist im besten Sinne ein Händlermarkt. Leckereien gehören genauso zum Angebot wie Spielwaren, Volkskunst und Oberbekleidung. Etliche Händler - mehr als angekündigt - boten an den beiden Tagen ihre Waren an. "Es gab einige Kurzentschlossene, die aufgrund des Wetters noch zu uns gekommen sind", sagt Steffi Junghänel von der Stadtverwaltung. Und da noch einige Standplätze frei waren, kam man den Wünschen sehr gern nach. Zu diesen "Überraschungshändlern" gehörten unter anderem Kinderjeans- und Blumenverkäufer sowie ein Anbieter von Kuscheltieren. Damit wurden insgesamt zirka 60 Händler gezählt.

Erstmals dabei war auch Iwuć Czesław aus Polen. Er sei, so sagt er, auf vielen Märkten in den neuen Bundesländern unterwegs und bietet dort Dekorationsartikel an. Seine Osterhasen aus Heu und Stroh, die er in verschiedenen Größen und Ausführungen anbot, zogen die Blicke auf sich. Doch mit dem Umsatz war Czesław nicht so zufrieden: "Der Markt ist für uns zu spät." Jetzt würden die Menschen kaum noch Osterdeko kaufen. Vor ein paar Tagen sei dies in Sachsen-Anhalt noch anders gewesen. Dafür lobte der Pole die Organisation: "Es ist alles schön und ganz ohne Komplikationen."

Doreen Lorenz-Waterstradt, die im Erzgebirge aufgewachsen ist und heute nahe Stuttgart lebt, besuchte über Ostern ihre Eltern. Der Bummel über den Ostermarkt machte nicht nur ihr, sondern der ganzen Familie Spaß. "Der ist doch super schön. Das Wetter ist diesmal Bombe, und das Riesenei begeistert meine beiden Töchter immer wieder."

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