Raschau-Markersbach hofft auf Fördermittel

Die Liste der Maßnahmen ist lang, will die Gemeinde ihre Infrastruktur langfristig auf die älter werdende Bevölkerung ausrichten. Das schafft die Kommune nicht ohne Zuschüsse.

Raschau-Markersbach.

Es müssten Straßen- und Gehwege gebaut, Bordsteine abgesenkt oder Bushaltestellen gebaut werden, um einen Ort langfristig so umzubauen, dass sich junge Leute willkommen und ältere Menschen sicher fühlen können. Doch all das kann eine Kommune wie Raschau-Markersbach nicht allein aus Eigenmitteln stemmen. Dazu bedarf es finanzieller Hilfen.

Die kann es geben, wenn die Gemeinde ein Fördergebiet ausweist. Und genau das hat der Gemeinderat jetzt getan. Für ein definiertes Gebiet in Raschau soll nun der Status Fördergebiet beantragt werden, um für bauliche Maßnahmen eine Drittelfinanzierung durch Bund, Land und Kommune hinzubekommen.

"Langfristig geht es uns darum, unsere Einwohnerzahl zu stabilisieren", sagt Bürgermeister Frank Tröger (Freie Wähler). Und dazu braucht es ein Wohnumfeld und eine Infrastruktur, die das Wohnen im ländlichen Raum attraktiv machen. Schon jetzt ist eine Liste mit vordringlichen Maßnahmen erstellt, sind grobe Aufgaben definiert. In Summe wären dies 3,2 Millionen Euro, wobei bei besagter Drittelfinanzierung die Gemeinde selbst mit etwa einer Million Euro im Boot wäre. Neben einer genauen Festlegung der Gebietskulisse, in der dann Maßnahmen erfolgen können, sei auch eine interkommunale Zusammenarbeit für die angestrebte Förderung notwendig. "Diesbezüglich gibt es seit Jahren eine Zusammenarbeit mit Breitenbrunn. Zum einen auf touristischem Gebiet und zum anderen, was die Wohnungswirtschaft angeht", so Tröger. Wohnungen und Wohnumfeldgestaltung seien ein wesentlicher Bestandteil der Vorhaben. Das Ganze soll nun in einer Kooperationsvereinbarung münden. "Die werden wir aller Voraussicht nach nächste Woche unterzeichnen", so Tröger.

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