Stadtchef beschert gute Seelen

Der Seniorenverein und Hans Roscher haben denBürgerpreis 2019 vonLauter-Bernsbach erhalten. Das war für alle eine große Überraschung.

Lauter-Bernsbach.

Da sind Horst Vogel und seine Mitstreiter baff gewesen: Während der Weihnachtsfeier des Seniorenvereins von Lauter-Bernsbach am gestrigen Donnerstag trug Bürgermeister Thomas Kunzmann (Freie Wähler) nicht nur eine kurze Geschichte als Mahnung in Sachen Nächstenliebe und gelebtes Miteinander vor. Diese Tugenden ehrte er auch - und holte dafür Vogel und den kompletten Vorstand des Seniorenvereins nach vorn.

"Das hätte ich nie gedacht. Wir haben nichts geahnt und sind überglücklich, diese Anerkennung erhalten zu haben", zeigte sich Horst Vogel gerührt und aufgewühlt zugleich. Seit mehr als 20 Jahren ist er Vorsitzender des Vereins, der für die älteren Einwohner der Stadt zehnmal im Jahr "was los macht". Das tut er mit Herzblut. "Wie alle anderen, die mich in meiner Arbeit unterstützen", so der Vorsitzende. Denn ein Verein sei nur so gut wie der Vorstand und seine Mitstreiter. "Das liegt nie allein an einem Einzigen", so Vogel. Zu den Aktivitäten des Vereins gehören zehnmal im Jahr Veranstaltungen, Oktober- und Sommerfest, Weihnachtsfeier und zweimal pro Jahr eine Tagesfahrt. "In der Adventszeit unternehmen wir auch eine Lichterfahrt", sagte Vogel, der das Amt einst von seinem Vater übernahm. "Weil ich gerne organisiere." Rund 100 Mitglieder zähle der Seniorenverein, der schon zweimal für den Bürgerpreis Erzgebirge nominiert war. "Auch diesmal scheiterte das nur ganz knapp", weiß Kunzmann, den es umso mehr freut, dass der Verein auch für den kommunalen Preis vorgeschlagen wurde. "Alle, die sich engagieren, tun das im Ehrenamt und bescheren anderen damit eine schöne Zeit. Das verdient Respekt und Anerkennung", so der Bürgermeister, der gemeinsam mit dem Stadtrat pro Jahr zwei Bürgerpreise vergibt.

Die zweite Auszeichnung 2019 erhielt Hans Roscher, der sich jahrzehntelang aufopferungsvoll im Deutschen Roten Kreuz engagierte. "Unter anderem in der Nachwuchsarbeit", so Kunzmann. Zuletzt ging es dem Geehrten gesundheitlich jedoch nicht so gut. "Wir sind froh, dass wir ihn noch ehren können - und wünschen ihm alles Gute."

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