Wie ein Preisrichter Langohren bewertet

Ausbildung dauert bis zu fünf Jahre - 333 Kaninchen in Markersbach zu sehen

Markersbach.

Er wirkt ein bisschen wie der Kaninchenflüsterer: Wolfgang Franke aus Niederdorf. Das weiße Russenkaninchen von Züchter Sebastian Jugelt, das er bei der Mittweidatalschau an diesem Wochenende im Kaiserhof Markersbach zeigt, sitzt ruhig vor ihm und lässt den Preisrichter gewähren. "Dass sie so ruhig sind, liegt an der Rasse", sagt der 65-Jährige.

Franke notiert das Gewicht des Langohrs. "Er darf nur 2,3 bis 3,0 Kilogramm wiegen", erklärt er. Mit 2,41 Kilogramm liegt der Rammler absolut in der Norm. "Die Körperform bei den Russenkaninchen ist leicht gedrungen", sagt Franke und lobt bei besagtem Rammler die schöne Abrundung der Hinterpartie. "Die Schenkel liegen richtig an, das macht einen guten Eindruck", so der Preisrichter, der seit 2007 dieser Tätigkeit nachgeht. "Die Ausbildung ist sehr aufwändig. Sie dauert zwischen drei und fünf Jahren", erzählt der Niederdorfer. Während der Ausbildung müssen mehrere Aufsätze über die Rassekaninchen geschrieben werden. Mit einem Preisrichter gehe man schließlich auf Schauen und lerne Griffe, die sitzen müssen. "Der Griff in den Nacken ist wichtig. Dabei darf man dem Tier natürlich nicht wehtun."

Kritisch betrachtet er beim Russenkaninchen vor sich die Maske. Diese hat einen grauen Schimmer, Franke schüttelt den Kopf: "Eigentlich muss sie richtig schwarz sein." Doch Franke weiß auch, dass es dafür kalt sein muss. Durch kühle Temperaturen verändere sich das. Letztendlich erhält der Rammler ein "Sehr gut" und wird von André Micklich, den stellvertretenden Ausstellungsleiter, zurück in den Käfig gebracht. Insgesamt nahmen die Preisrichter am gestrigen Freitagvormittag 333 Kaninchen von 598 Ausstellern aus 17 Vereinen unter die Lupe. Zu sehen sind die insgesamt 48 Rassen und Farbenschlägen am heutigen Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 15.30 Uhr im Kaiserhof Markersbach. (klin)

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