Agility-Cup: Herausforderung für Mensch und Tier

Das Turnier des Hundesportvereins Lugau lockt Zweierteams aus ganz Deutschland an. Die Vierbeiner messen sich in verschiedenen Klassen.

LugaU.

Mit Schwung, Elan und Freude sind sie über Hürden gesprungen, rasant durch Tunnel geflitzt und flink zwischen Slalomstangen gewuselt. Dabei fällt kein lautes Wort, Mensch und Tier verstehen sich mit Blicken. Das scheint den Hunden viel Spaß zu machen, denn für den Zuschauer erweckt es den Eindruck, der Sport sei für die Vierbeiner das reinste Vergnügen. Nicht nur weil am Ende ein Leckerli lockt - zum Trost oder als Lob. "Hundesport stellt an Mensch und Tier hohe Anforderungen, sowohl geistig als auch körperlich. Viele Hunde mögen diese Herausforderung, es macht ihnen Spaß, sich zu bewegen und zu zeigen was, sie können", erklärt der Vorsitzende des Hundesportvereines Lugau, Dietrich Heinemann. Nach einem anfänglichen Spaßwettbewerb mit 23 Teilnehmern vor 15 Jahren hat sich der Agility Saxonia Cup inzwischen zu einer festen Größe im Hundesport entwickelt.

Am Wochenende fand die Veranstaltung mit drei Größenklassen und fünf Leistungsklassen auf dem Hundesportplatz Lugau zum zehnten Mal statt. 120 Mensch-Hunde-Teams aus ganz Deutschland waren angetreten, einen etwa 150 Meter langen Parcours mit 15 bis 22 Hindernissen möglichst schnell und fehlerfrei zu absolvieren. Ziel ist die perfekte Einheit zwischen dem Hundebesitzer und seinem Tier. Doch nicht immer stimmte die Kommunikation problemlos. Manche Vierbeiner sind derart übermotiviert gewesen, dass sie schon mal Hürden ausließen, um schneller ans Ziel zu kommen.

Bei Heike Hofmann und ihrem Ashley haben die beiden Läufe gut geklappt. Mit Körpersprache und Stimme hat sie ihren, in der Anfängergruppe startenden, Hund in reichlich 30 Sekunden durch den Parcours gelotst. Für die Oberdorferin und dem dreieinhalbjährigen Rüden ist es, nach der für den Wettbewerb erforderlichen, bestandenen Begleithundeprüfung in einem anerkannten Verband, am Samstag die erste Herausforderung bei einem Agility-Turnier in Lugau gewesen. "Wir waren beide aufgeregt. Aber es ist wichtig, dass sich der Hund davon und von dem 'Drumherum' am Rande des Wettbewerbes nicht irritieren lässt", erklärt die 49-Jährige kaufmännische Angestellte. Auch wenn viele Hunde in der Pause vor sich hindösen oder auf einem Spaziergang unterwegs sind, herrscht eine gewisse Unruhe auf dem Platz. "Während des Trainings ist er voll konzentriert dabei, beim Turnier ist er dagegen verhalten und nicht so entspannt." Trotzdem ist Heike Hofmann stolz auf ihren Ashjey, mit einem dritten Platz unter zehn Teilnehmern sehr zufrieden. "Der Hundesport soll für mich auf jeden Fall Hobby bleiben. Grundvoraussetzung ist, dass dem Ashley die geistige und körperliche Beschäftigung weiterhin Spaß macht."

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