City-Investitionen von Simmel liegen im Plan

Aldimarkt, dazu Geschäfte, Wohnungen, Parkplatz - und der begehbare Park auf den Dächern der Einkaufsmärkte: Die Bauarbeiten gehen in die entscheidende Phase. Doch wie reagieren die Einzelhändler in der Innenstadt?

Stollberg.

Die Investitionen von Unternehmer Peter Simmel im Stollberger Stadtzentrum liegen nach dessen eigener Aussage weiter im Zeitplan. So gebe es beispielsweise kommende Woche einen wichtigen Termin vor Ort mit Aldi. Wann dieser dann genau öffnet, wisse er aber nicht, sagte Simmel auf Anfrage von "Freie Presse" nicht.

Bisher ist weiter die Rede von Ende Mai/Anfang Juni. Insgesamt investiert Simmel etwa fünf Millionen Euro in eine große Halle für Aldi - und eine kleinere Halle mit etwa 800 Quadratmeter. Dort sollten kleine Einzelhändler einziehen, doch Simmel sei in Stollberg diesbezüglich nicht fündig geworden. Nun werde ein weiterer größerer, externer Anbieter dort einziehen. Das Vorhaben wird zudem flankiert von dem Bau eines Parkplatzes sowie zwölf hochwertigen Wohnungen gleich nebenan in mehreren Häusern.

Das sich aus Sicht von Simmel sein Markt und der Aldi langfristig nicht gegenseitig das Wasser abgraben, davon ist der Unternehmer überzeugt. In einem früheren "Freie Presse"-Interview sagte er: "Unsere Erfahrungen - wir haben ja auch in Lichtenstein einen Aldi bei uns - sagt grob: 70 von 100 Kunden gehen entweder nur zu uns oder nur zu Aldi. Bei den anderen 30 ergänzen wir uns gut. Beispiel: Bei uns gibt es frischen Fisch, frischen Käse. Bei Aldi gibt es dafür auch Klamotten oder Technik. Wir haben einfach die Einkaufkompetenz gebündelt."

Auf dem Dach der Einkaufsmärkte soll eine begehbare Fläche entstehen. Der vielleicht außergewöhnlichste Park in der Region - die Stollberger Terrassen - wird den städtischen Haushalt die kommenden 25 Jahre allerdings finanziell belasten. Das hatte vor Monaten zu heftigen Diskussionen im Stadtrat geführt: So wird die Stadt dem Investor Peter Simmel für die Flächen 6000 Euro Miete im Jahr zahlen. Hinzu kommen Betriebskosten, etwa für die Grünpflege. Insgesamt rechnet die Stadt mit rund 14.000 Euro laufender Ausgaben pro Jahr.

Derweil bastelt der Gewerbeverein Stollberg schon an einem Konzept wie sich die kleinen Einzelhändler mit der Eröffnung eines zweiten großen Supermarktes im Stadtzentrum neben Simmel für die Zukunft aufstellen. So könnte es jeden 1. Samstag im Monat eine Aktion geben, die die Kunden auch in die Innenstadt locken soll. Beispiel: Ein Handwerk präsentiert sich auf dem Markt, flankiert von Öffnungszeiten der Händler beispielsweise bis 14 Uhr. Auch eine Stadtführung durch die Geschäfte der Innenstadt sei denkbar, so Vereinsvize Olaf Ludwig. "Das sind alles aber erste Ideen. Wir müssen noch beraten, ob und wie wir was umsetzen können."

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