Ein richtiger Bergweinkellersteht am Schloss

Die Reben gedeihen in Lichtenstein. Platz für die Flaschen, wenn sie denn einmal abgefüllt sind, gibt es inzwischen auch. Die Feinschmecker müssen sich aber noch ein klein wenig in Geduld üben, ehe es den ersten Wein gibt.

Lichtenstein.

Es waren zwei gute Jahre. Der Weinberg am Hang oberhalb des Lichtensteiner Suburbiums hat in dieser Zeit immer mehr Gestalt angenommen. Gegenwärtig stehen hier 242 Reben. Es sollen noch mehr werden. Die ersten Flaschen können in drei Jahren getrunken werden. Es ist eine scheinbar fantastische Geschichte vom Wiederaufbau eines historischen Weinbergs am Fuße des Schlosses Lichtenstein.

Christoph Rabe, der Chef der Bauconzept GmbH, war mit seinen Architekten bei den Restaurierungsarbeiten der Häuser 15, 17 und 19 am Schlossberg auf ein paar alte Sachzeugen gestoßen, die auf die einstige Existenz eines Weinberges unterhalb des heutigen Schlosses hinwiesen: Fragmente von alten Wänden, Abstufungen im Gelände. Später tauchten noch originale Unterlagen auf, die bestätigten, dass es hier einen Weinberg gab, der vermutlich während des 30-jährigen Krieges von marodierenden Truppen zerstört worden war.

"Die bislang gesetzten Rebstöcke sind gut gediehen. Es gab keine Verluste", sagt Rabe. Der Weinberg wird an einen Experten verpachtet, der im kommenden Jahr noch einmal ungefähr 400 Rebstöcke setzen will. Im Jahr 2020 ist dann mit der ersten Lese zu rechnen. Und 2021 soll es den ersten Wein geben.

Inzwischen wurde im Hang auch ein Bergweinkeller angelegt, rund 20 Quadratmeter groß. Hier sollen die edlen Weine - bei ungefähr achtGrad Celsius - bei idealen Bedingungen gelagert werden. Und welche Weinsorte, ist auch schon klar. Bislang wurde zum Beispiel Weißburgunder, Silvaner, Riesling und Chardonnay angebaut. Die Trauben sollen gemeinsam gelesen und gemeinsam verarbeitet werden. Diesen Wein nennt man dann "gemischter Satz". Die Marke wird dann wahrscheinlich "Schlossberg" heißen. Die Bedingungen für den Weinberg sind auf Grund der Lage ideal.

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