Experimente, Labyrinth und schaurig-schöne Gestalten

Unter dem Motto "Phänomenia bei Nacht und Nebel" hat die interaktive Erlebniswelt zu später Stunde ihre Türen geöffnet. Mehr als 150 Besucher nutzten die Möglichkeit, die Ausstellung und verschiedene Aktionen im Dunkeln zu erleben.

Stollberg.

"Bei Nacht und Nebel" - so das Motto - lud die interaktive Erlebniswelt Phänomenia am Standort Stollberg zum dritten Mal ein, die Ausstellung und extra für den Abend vorbereitete Aktionen im Dunkeln zu erleben. Mehr als 150 Besucher nutzten die Möglichkeit.

14 Darsteller einer Grusical-Show des Neuwürschnitzer Carnevalsvereins sorgten dabei auf den drei Etagen für das passende Flair, indem sie als schaurig-schöne und vor allem gruselige Gestalten in fantasievollen Kostümen und Masken unterwegs waren. In den Pausen zwischen den Vorstellungen, in denen sie Ausschnitte ihrer Interpretation des Musicals "Tanz der Vampire" zeigten, mischten sie sich einfach unter die Besucher.

Ein besonderes Projekt war an diesem Freitagabend das Schwarzlicht-Labyrinth, welches wohl leichter aussieht, als es ist. Denn hier müssen, wenn sich die Augen erst einmal an die Dunkelheit gewöhnt haben, Koordination, Gelenkigkeit, aber auch Logik kombiniert werden. Leuchtende Fäden überziehen den dunklen Raum wie ein dichtes Netz aus Spinnenweben. Die Herausforderung: Durch das Labyrinth zu kommen, ohne die Fäden zu berühren. Denn dann klingelt ein Glöckchen. Die Grundrichtung ist vorgegeben, aber ob man nun drüber steigt, drunter durch robbt oder sich eine eigene Strategie ausdenkt, ist jedem selbst überlassen. Hauptsache, das Ziel wird erreicht. "Ein solch aufwendiges Labyrinth ist in der Art zum ersten Mal zur Nacht im Museum aufgebaut. Ich freue mich sehr, dass es so gut ankommt", sagt Alina Hammer, die seit zwei Monaten ein freiwilliges soziales Jahr in der Phänomenia absolviert.

"Das ist richtig toll, wie ein Klettergerüst, nur schwieriger", sagt Melina und saust davon. Die Sechsjährige hat das Labyrinth schon dreimal durchlaufen und kann gar nicht genug davon bekommen. Auch ihr Papa versucht, das Gewirr fehlerfrei zu absolvieren. "Das geht ganz schön in die Beine", sagt er. "Ich befürchte, morgen werde ich Muskelkater haben."

Nicht minder interessant und spannend, aber weit weniger anstrengend waren die anderen Stationen. Wie das Hologramm im Dachgeschoss. Ein Programm setzt Figuren oder Bilder dreidimensional in Szene, so als würden scheinbar reale Objekte völlig frei im Raum schweben. Den gesamten Abend wurden unterschiedliche virtuelle Aufnahmen wie Korallen, Fische im Aquarium, Disneyszenen oder geometrische Körper von den Besuchern bestaunt. Mit Wasserdampf und einem einfachen Kasten mit runder Öffnung wurde Luft in Form von "Nebelringen" sichtbar gemacht - und an der Schattenwand bei Phänomenia-Mitarbeiter Jürgen Richter war Raum für Fantasie. Mit vorgefertigten Motiven wie Pferden, Prinzessinnen, Drachen, Bäumen, Hexen oder Fledermäusen entstanden hier kleine Geschichten.

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