Gäste wählen den Sieger der Osterhasenausstellung

Welche Farbe hat das Fell? Und wie sauber sind die Tiere? Darauf achteten die Besucher der Schau in Niederwürschnitz.

Niederwürschnitz.

Für Paul und Karl stand schnell fest: Das Streichelgehege zur Osterhasenausstellung in der Alten Ziegelei war cool. Denn hier war Knuddeln nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Während Paul und sein älterer Bruder versuchten, die vier etwas aufgeregten Kaninchen in der Kuschelbox mit Futter und Wasser zu besänftigen, um sie zu streicheln, schaute die zweijährige Schwester Nele auf dem Arm der Mama dem Treiben ihrer Brüder zu.

Für die Kinder aus Dresden, die am Wochenende ihre Großeltern besuchten, war der Kontakt zu den Tieren ein tolles Erlebnis. "Schön dass man die Kaninchen nicht nur in den Boxen sieht, sondern streicheln darf. Wenn sie mal ruhig halten, sind sie ganz niedlich und richtig kuschelig", sagte Karl.

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Zur traditionellen Osterhasenausstellung in Niederwürschnitz haben reichlich 100 Rasse- und Mischlingskaninchen, Mütter mit ihren in diesem Jahr geborenen Jungtieren, aber auch Einzeltiere ihr Wochenendquartier bezogen. Im Rampenlicht standen Langohren von Züchtern und Haltern aus Niederwürschnitz, Niederdorf, Oelsnitz, Stollberg und Dorfchemnitz.

Christian Voigt organisierte die Osterhasenausstellung in seinem Heimatort - zusammen mit der Gemeinde Niederwürschnitz als Veranstalter, Fünf Tage lang hat der langjährige Kaninchenzüchter die Schau vorbereitet. Neben der Hauptaufgabe, dem Aufstellen der Käfige und der Installation der automatischen Tränkanlage, sorgte er unter anderem für eine natürliche und mit 500 bunten Eiern stimmungsvolle Dekoration. Er baute Osterhasen aus Holz, die den Weg weisen, und stellte 2000 Stimmzettel bereit. Denn nicht etwa Preisrichter bestimmten über Sieg oder Niederlage. In Niederwürschnitz konnten Tierfreunde den schönsten Osterhasen wählen. Den insgesamt 1094 Besuchern fiel die Wahl nicht leicht. Eltern und Kinder, Omas und Opas diskutierten lange vor den Käfigen, ehe sie sich entschieden. Bestimmende Faktoren waren neben der Fellfarbe auch die Sauberkeit. Am Ende belegten die Roten Neuseeländer mit 121 Stimmen den ersten Platz. "Mir gefallen Helle Großsilber sehr gut", sagte Gerd Wölkel aus Chemnitz. "Ich habe aber auch noch einen anderen Favoriten. Es ist eine tolle Idee, dass die Besucher eine Stimme abgeben dürfen. Die haben doch andere Kriterien als professionelle Preisrichter und entscheiden vielleicht eher aus dem Bauch heraus. Außerdem finde ich die Kurzbeschreibung der Rassen an den Käfigen klasse."

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