Hochwasserschäden in Kemtau werden beseitigt

Der Uferbereich der Zwönitz im Burkhardtsdorfer Ortsteil wird repariert. Reste eines Wehr werden auch abgerissen.

Burkhardtsdorf.

Im Flussbett der Zwönitz in Kemtau wird zurzeit gebaggert. Im Burkhardtsdorfer Ortsteil werden Uferschäden beseitigt. Das teilte jetzt die Landestalsperrenverwaltung mit, die an dieser Stelle für den Fluss zuständig ist. Die Schäden sind ursächlich im Hochwasser von 2013 begründet.

In Kemtau-Eibenberg unterhalb der Brücke B 180 haben verschiedene zurückliegende Hochwasser die Zwönitzufer stark beschädigt. Nun werden die Flussufer auf einer Länge von etwa 50 Metern mit einem Steinsatz befestigt. Außerdem werden sogenannte Kolkschäden, das sind Vertiefungen am Gewässergrund, beseitigt und zusätzlich durch Wasserbausteine gesichert.

Im Zuge der Bauarbeiten werden auch die Reste eines alten Wehres abgerissen und der Gewässerabschnitt als raue Sohlgleite umgestaltet. Mit diesem naturnahen Bauwerk, das sich über die gesamte Gewässerbreite erstreckt, können Fische und andere Wasserlebewesen den Bereich zukünftig ohne Hindernis passieren. Aus hydraulischen Gründen wird der alte Mühlgraben verfüllt und durch ein Rohr an die bereits vorhandene Verrohrung angeschlossen.

Das Wehr und der beschädigte Flussabschnitt liegen im FFH-Gebiet "Zwönitztal". FFH-Gebiete sind spezielle europäische Schutzgebiete, die dem Schutz von Pflanzen (Flora), Tieren (Fauna) und Lebensraumtypen (Habitaten) dienen. Daher sind im Vorfeld mögliche Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Tier- und Pflanzenwelt untersucht worden. Zum Schutz von Vögeln und Fischen ist die Bauzeit im Gewässer auf den Zeitraum bis 28. September begrenzt. Es wird mit Kosten von rund 500.000 Euro gerechnet.

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