Leukersdorfer Heimatverein digitalisiert Richterbuch

Eine der wichtigsten Quellen der Ortsforschung wurde eingescannt. Das soll künftig die Recherche erleichtern.

Leukersdorf.

Dreieinhalb Stunden hat es gedauert, die gesamten 800 Seiten des Richterbuches einzuscannen. Es war der erste Schritt der Aufarbeitung des Buches aus dem Archiv der Gemeinde, um die Re-cherche zukünftig zu erleichtern. "Das Richterbuch ist eine der wichtigsten Quellen der Ortsforschung. Sollte es aus welchen Gründen auch immer einmal wegkommen, haben wir es jetzt auch digital vorliegen", sagt Thomas Gruner, der Vorstandsmitglied im Heimatverein Leukersdorf ist. Der nächste Schritt besteht darin, 50 Seiten der altdeutschen Schrift in lateinische Schrift zu übersetzen. "Mithilfe von Transkribus, einer Übersetzungsmaschine für Handschriften, soll es dann möglich sein, die kompletten 800 Seiten in lateinische Schrift zu übersetzen", erzählt der 64-Jährige. Dadurch wird es zukünftig möglich sein, eine umfassende Recherche nach Stichworten durchzuführen.

Bevor es 1838 eine Gemeindever-ordnung gab, hatte jeder Ort einen Ortsrichter mit zwei bis drei Schöf-fen. "In dem Richterbuch wurden von den Ortsrichtern Haus- und Grundstückskäufe und -verkäufe niedergeschrieben und wie diese durch Wandelkäufe rückgängig ge-macht werden konnten", erklärt der Leukersdorfer Ortschronist Eckhard Rehnert. "In dem vorliegenden Richterbuch sind viele Seiten vorhanden, die durch den Tintenfraß nicht mehr gut lesbar sind."

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Deswegen hat er es vor einigen Jahren restaurieren lassen. Es existiert aber auch eine säuberliche Abschrift, die Oskar Beck im Jahr 1904 angefertigt hat. Diese befindet sich im Kreisarchiv in Pfaffenhain. Um das Richterbuch aufzuarbeiten und um nicht für jede Recherche ins Kreisarchiv nach Pfaffenhain fahren zu müssen, kamen die Mitglieder des Heimatvereins Leukersdorf auf die Idee, das Buch von Oskar Beck im Archiv in Aue einzuscannen.

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