Lugau betreibt Schule auch mit weniger Schülern

Rat fasst Beschluss für den Fall, dass Zweizügigkeit nicht erreicht wird

Lugau.

Der Stadtrat von Lugau hat sich auf seiner jüngsten Sitzung per Beschluss einstimmig für die Fortsetzung des Schulbetriebs der Oberschule Am Steegenwald positioniert, selbst wenn die vorgeschriebene Mindestschülerzahl und Mindestzügigkeit unterschritten wird. Notwendig war der Beschluss geworden, weil die Stadt für mehrere Baumaßnahmen an der Schule Fördermittelanträge eingereicht hat, es aktuell aber an der laut Schulnetzplan zweizügigen Schule nur eine 5. Klasse gibt. Daher wollte sich der Fördermittelgeber absichern, dass die Stadt als Schulträger den Schulbetrieb auch künftig bei möglicherweise weniger Schülern aufrechterhält. Das ist durch das neue Schulgesetz für Schulträger im ländlichen Raum möglich, sagte Bürgermeister Thomas Weikert (Linke) auf der Ratssitzung. Der Beschluss des Rates erfolgte einstimmig.

Bei den beantragten Fördermitteln handelt es sich um Zuschüsse für die Neugestaltung des Eingangsbereiches der Schule, die Schaffung von Garderoben und die Sanierung der Fassade an der Rückseite der Turnhalle einschließlich Wärmedämmung sowie Brandschutzmaßnahmen in der Halle. Bei letzterem handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt der Arbeiten an der Turnhalle, aktuell läuft noch der erste.

Dieser beinhaltet die Erneuerung der Verglasung und der Fenster sowie die Wärmedämmung an den Giebeln und der Straßenseite der Halle. Weil dieser erste Bauabschnitt mit 245.000 Euro deutlich teurer wird als es die Kostenschätzung aus dem Jahr 2016 es vorsah (170.000Euro), hat der Stadtrat in dieser Woche die Deckung der fehlenden 75.000Euro beschlossen. Größtenteils erfolgt diese durch Mittel, die für den Kauf von Mannschaftstransportwagen für die Feuerwehren Lugau und Erlbach-Kirchberg vorgesehen waren, die nun aber erst 2019 angeschafft werden.

Die Kostenerhöhung für den ersten Bauabschnitt resultiert zum einen aus den gestiegenen Baukosten und zum anderen aus den statischen Verhältnissen der Fassadenkonstruktion, die eine aufwendigere Fensterkonstruktion als geplant erfordert haben.

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