Mann täuscht Raub nur vor

Es klang dramatisch - ein Mann wählte Anfang November den Notruf und meldete einen Überfall durch zwei Maskierte. Nun ermittelt die Polizei allerdings gegen ihn selbst.

Stollberg.

Er hatte Anfang November Ermittlungen durch die Polizei ausgelöst, jetzt aber ist klar: Der 57-Jährige hatte den damals gemeldeten Raubüberfall nur erfunden. Gegen ihn wird nun wegen des Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

Der Mann hatte am zeitigen Abend des 5. November den Notruf gewählt und der Polizei einen Raubüberfall an einem Geldautomaten in der Stollberger Rathausstraße angezeigt. Zwei Maskierte hätten ihm einen zweistelligen Geldbetrag und seine Geldkarte gewaltsam abgenommen, gab der 57-Jährige damals an und löste damit umfangreiche Ermittlungen aus.

Die allerdings endeten letztlich mit der Erkenntnis, dass die Tat so offenbar nie stattgefunden hatte, heißt es am gestrigen Donnerstag von der Polizeidirektion in Chemnitz. Insbesondere die Auswertung der Bilder einer Überwachungskamera habe den Verdacht untermauert, dass die angezeigte Straftat vorgetäuscht war.

Der Mann habe schließlich eingeräumt, die Tat erfunden zu haben. "Offenbar, um den Verlust seiner Geldkarte zu rechtfertigen", erklärt Doreen Göhler von der Polizei-Pressestelle. Die Ermittlungen gegen den Mann wegen des Vortäuschens einer Straftat seien inzwischen abgeschlossen und das Verfahren werde nun der Staatsanwaltschaft Chemnitz zur weiteren Entscheidung übergeben.

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