Neuer Verein will alle Generationen einbeziehen

Vielerorts wird Kirchweih gefeiert in diesen Tagen. In Auerbach dauerte die Sause gleich vier Tage. Eine noch junge Truppe trat erstmals öffentlich auf.

Auerbach.

Katze, Giraffe, Reh oder Krokodil, die Auswahl war groß. Am beliebtesten aber sind die Pferde gewesen. Die meisten Kinder suchten sich von den neun bunten Tierfiguren auf dem Karussell die kleinen, braunen Vierbeiner aus. "Es ist zwar alles schön, aber ich mag am liebsten Pferde. Ich hätte so gerne selbst ein eigenes. Da das aber nicht geht, will ich wenigstens hier einmal auf einem sitzen", sagte die achtjährige Annabell.

Der Armbrustschießstand und das Kinderhängekarussell von Andreas Schindler aus Annaberg waren von Freitag bis Montag die Angebote an die Besucher der Auerbacher Kirmes. Die von der Schaustellerfamilie neu gestaltete und von Rolanda Weiß selbst bemalte Reitschule war natürlich der Anziehungspunkt für die Kinder. Nach einem sehr verhaltenen Start am Eröffnungstag, an dem die Gäste fast gänzlich ausblieben, gestaltete sich das Wochenende dann aber vom Wetter und der Besucherzahl her durchaus erfreulich.

Kein Wunder: Kirmes hat in Auerbach Tradition. Und die soll erhalten bleiben - auch wenn es immer schwieriger wird, Schausteller für die Veranstaltung zu bekommen. "Der Trend zeichnet sich schon seit Jahren ab. Zum einen gibt es wohl immer weniger Anbieter, zum anderen bevorzugen viele eher Standorte mit mehr Publikum", sagte Bürgermeister Horst Kretzschmann. "Und dass wir am gleichen Wochenende wie Zwönitz Kirmes feiern, macht die Sache nicht einfacher." Der Auerbacher erinnert sich: "Als Kind habe ich mich das ganze Jahr auf die Kirmes gefreut. Familie und Freunde kamen zusammen, wir durften auf den Rummel, das war ein besonderes Erlebnis."

Zum ersten Mal hatte in diesem Jahr der neu gegründete Familien- und Freizeitverein Auerbach den Hut für die Bewirtung der Besucher auf. Auch die Tombola lag in den Händen der Vereinsmitglieder.

Auf Initiative der Bürgermeisters sowie des Gemeinderates ist nach neun monatiger Planung im Februar von sechs Enthusiasten dieser Verein ins Leben gerufen worden. "Wir möchten Auerbach interessanter machen, den Ort beleben und dabei, das liegt uns sehr am Herzen, alle Generationen einbeziehen", beschreibt Vereinsmitglied Sandra Grunert das Konzept. "So sind eigenständige Feste geplant und wir möchten uns bei Veranstaltungen in Auerbach wie beispielsweise dem Weihnachtsmarkt mit einbringen. Über Leute, die in unserem Verein mitwirken möchten, freuen wir uns sehr. Außerdem wäre für unsere Arbeit ein Vereinsheim sehr wichtig", sagt die Auerbacherin. "Dabei hoffen wir sehr auf die Unterstützung der Gemeinde. So müssen wir uns für den geplanten Hutzenabend leider erst einmal einen Raum zur Miete suchen."

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