Nicht nur die "Brockenhexe" hat Besucher fasziniert

Heike und Jörg Grimm hatten zum Hoffest eingeladen. Viel gab es zu sehen. Ein besonderer Oldie zählte zu den Anziehungspunkten.

Niederwürschnitz.

Einmal auf einer "Brockenhexe" sitzen. Für Leon Hübner aus Geyer war es ein Traum, der sich erfüllte. Zum Hoffest im Landwirtschaftsbetrieb bei Heike und Jörg Grimm in Niederwürschnitz am Sonnabend durfte der Neunjährige in der Traktorschau den Oldie besteigen. "So alte Traktoren, die sind einfach voll cool", meinte der Junge begeistert.

Das in den 1950er-Jahren gebaute, als "Brockenhexe" bekannte 22 PS Nachkriegsmodell, bei dem der Motor ein Lizenznachbau der bekannten Firma Deutz war, ist desolat und mit Motorschaden zu Jörg Grimm gekommen und wurde von ihm instand gesetzt und neu aufgebaut. "Zum Start in den landwirtschaftlichen Betrieb in Nebenerwerb 1990 war es unser erster Schlepper. Bis heute ist die Maschine voll einsatzfähig", erklärt der Landwirt. Und die "Hexe" ist nicht das einzige "Schätzchen" auf der Traktoren- und Oldtimer-Wiese in Niederwürschnitz gewesen. Großes Interesse galt den zwar betagten, aber wie neu aussehenden Fahrzeugen. Aufgereiht waren vom Chef selber oder von den Söhnen Christopher und Stanlay herausgeputzte Maschinen aus der Flotte von Familie Grimm, aber auch solche von Freunden und Bekannten. Neben den im Kombinat Fortschritt hergestellten Traktoren der Reihe ZT waren auch in der Landwirtschaft vielseitig einsetzbare Fahrzeuge sowie Maschinen des Herstellers John Deere ausgestellt. Für die tägliche Arbeit werden auf dem Hof Fahrzeuge dieser Firma von 56 bis 300 PS genutzt.

Aus dem bescheidenen Beginn vor 28 Jahren hat sich inzwischen ein bis weit über die Region hinaus bekanntes Unternehmen entwickelt. Nun fand das 4. Hoffest statt. "Wir möchten Besuchern einen Einblick in unsere Arbeit geben, Tierhaltung und regionale Produkte näherbringen. Es ist doch wichtig, dass die Landwirtschaft nicht nur mit Skandalen in Verbindung gebracht wird", so Jörg Grimm.

Schon vor der offiziellen Eröffnung war es auf dem Gelände rappelvoll. Ob mit Kinderwagen, Bollerwagen, mit Gehhilfen und Rollstuhl, das abwechslungsreiche Fest ist zweifellos ein Anziehungspunkt gewesen. Zum ersten Mal wurde ein besonderer Service angeboten. Von den Parkplätzen bis zum Gelände konnte ein Traktorzubringer genutzt werden. Das Angebot kam gut an, die Plätze auf dem Hänger waren immer besetzt.

"Das ist eine feine Sache, ganz bequem zum Hoffest kutschiert zu werden. Für mich und die Familie ist ein Besuch bei den Grimms in Niederwürschnitz jedes Jahr fest eingeplant. Das Fest wird immer abwechslungsreicher und bunter, es lohnt sich herzukommen", sagte Karla Bunzel aus Zschopau.

Im "kleinen Zoo" des Grimmschen Bauernhofes konnten Kühe und Kälber, Schweine, Kaninchen, das Shetlandpony, ein Zwergesel, weiße Pfauen, Enten, schwarze Trauerschwäne sowie Friesenpferde aus der Hobbyzucht von Jörg Grimm bestaunt werden. Stände von Händlern und Vereinen luden zum Bummeln und Kaufen ein. Die kleinen Besucher konnten sich an Landmaschinen in Miniformat ausprobieren.

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