Oelsnitz plant Hochseilgarten am Stellwerk im Bürgerpark

Noch steht die Stadt ganz am Anfang. Der Rat hat jedoch grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Die Verwaltung präzisiert nun die Planungen. Naturgemäß gibt es noch eine Reihe offener Fragen.

Oelsnitz.

Für einen Kletterturm im Bürgerpark hatte der Rat bereits im Dezember die Voraussetzungen geschaffen und die heutige Hundewiese, die verlegt würde, für diesen Zweck reserviert. Jetzt gab er auch sein Okay für die weitere Planung dieses Vorhabens. Aus dem Kletterturm ist nun ein Hochseilgarten geworden. Allerdings einer in der Art, wie ihn sich eine Oelsnitzer Delegation vor der Landesgartenschau bereits in Berlin angeschaut hat. Es geht um eine auf Stelzen stehende Kletterseilkonstruktion mit Dachterrasse. Die patentierte Anlage eines Unternehmens aus Lenggries wartet mit 70 bis 80 Kletterstationen auf. Bis zu hundert Personen können sich gleichzeitig auf dem Gerät bewegen. Oelsnitz würde sich ein im weiteren Umkreis einzigartiges Klettergerät schaffen. Eine ähnliche Anlage steht in Berlin, eine weitere ist in den Alpen in Betrieb. "Der Vorteil ist, dass die Konstruktion wenig Platzbedarf hat, wir keinen Wald benötigen und der Aufbau recht flexibel gestaltbar ist", sagte Thomas Illmann aus der Bauverwaltung bei der Vorstellung des Vorhabens.

Mit dem Investitionsbeschluss des Rates am vergangenen Donnerstag kann die Verwaltung das Projekt nun vorantreiben. Offene Fragen gibt es noch zur Genüge. "Freie Presse" dokumentiert den aktuellen Stand der Dinge.

Finanzierung: Der Hochseilgarten war Teil eines Projektes, das über die Efre-Förderung 2016/17 finanziert werden sollte. Dieses ist jedoch abgelehnt worden. Bürgermeister Bernd Birkigt stellte dem Stadtrat eine Finanzierung über die Stadtumbau-Förderung in Aussicht. Zudem sei eine Investitionssumme in Höhe von einer Million Euro im Nachtragshaushalt 2017 hinterlegt.

Zeitplan: Wegen der in Aussicht stehenden Fördermittel müsste der Bau der Anlage noch in diesem Jahr beginnen. Dazu bedarf es jedoch noch eines gesonderten Beschlusses des Rates. Dazu werde die Verwaltung nun die notwendigen Vorarbeiten erledigen. Birkigt geht davon aus, dass dies etwa zwei Monate in Anspruch nehmen wird.

Betreibung: Manfred Plobner (SPD) sorgte sich wie sein Genosse Sören Wittig um die Folgekosten und fragte Bürgermeister Bernd Birkigt nach einem möglichen Betreiber, beziehungsweise nach dem Personalaufwand bei einem städtischen Betrieb inklusive Wartung. Wittig wollte das Thema schon von der Tagesordnung absetzen, ehe dies alles nicht geklärt sei. Allerdings lehnten die Ratsleute seinen Antrag ab. "Heute geht es um einen Grundsatzbeschluss, ob wir den Hochseilgarten überhaupt wollen", erläuterte Birkigt und wich damit der Betreibungsfrage aus. "Der Beschluss ist wichtig, damit die Verwaltung nicht umsonst arbeitet." Es sei geplant, ein Nutzungsentgelt zu erheben. Dazu werde das Areal eingezäunt.

Parken: Geparkt werden soll wie bei der Landesgartenschau auch auf den Parkflächen an der Bahnhofstraße, stellt Birkigt in Aussicht.


Individuelle Ausgestaltung ist möglich

Mehrere Klettertouren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sind im Hochseilgarten machbar. Zudem kann ein Kinderparcours errichtet werden.

Durch die modulare Bauweise kann das Gerät individuell gestaltet und grundsätzlich auch versetzt werden. Die Grundkonstruktion der Anlage ist aus Stahl.

Eine Abseilstation "Freier Fall" ist integrierbar.

Das Gerät verfügt nach Aussage der Stadtverwaltung Oelsnitz über ein auch für Kinder leicht zu bedienendes Sicherungssystem.

Das Patent für die Anlage hält die Firma "KristallTurm" aus Lenggries in Bayern. (bjost)

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