Raschauer Firma "springt" wieder

Nach der Schanze in Ruka ist eine in Zakopane das nächste Projekt von Peter Riedel und seinem Team. Dort treten sie erstmals als Komplettausrüster auf.

Ruka/Zakopane/Raschau.

"A very good job." Mit diesem Lob für "eine sehr gute Arbeit" haben sich die Ausrichter des Weltcup-Saisonauftakts der Skispringer am Wochenende bei Peter Riedel und seinem Team bedankt. In mehrwöchiger Arbeit hatten die Erzgebirger die Großschanze im Wintersportzentrum Ruka nördlich von Kuusamo in Finnland mit ihrer innovativen Anlaufspur ausgerüstet. Die löste eine verschlissene Keramikspur ab, ist sommers wie winters nutzbar und bietet gleichbleibend gute Bedingungen für alle Springer. "Wenn die Veranstalter und vor allem die Sportler zufrieden sind, dann sind wir es auch", so Peter Riedel, der in Tellerhäuser wohnt. Seine Ingenieurfirma mit sechs Mitarbeitern ist in Raschau angesiedelt. Dort entstehen in einer Werkhalle Bestandteile, die für Sprungschanzen in aller Welt gebraucht werden.

Nach dem Projektabschluss und dem Verfolgen der ersten Weltcup-Sprungläufe in Finnland gab es für Riedel einen Tag Aufenthalt in der Heimat. Dann brach er wieder auf - nach Polen. "Wir haben ja schon in vielen Ländern gearbeitet. Aber der Auftrag in Zakopane bedeutet für uns in gewisser Weise Neuland", erklärte der 53-Jährige am Telefon. Erstmals in ihrer Geschichte verlegt die Peter Riedel GmbH nicht nur ihre moderne Anlaufspur, sondern rüstet gleich eine komplette Schanze um. Die Arbeiten sind weit gediehen. Am Mittwoch konnte die Spurfräse eingehängt werden. "Die Anlaufspur, aber auch Tore, Treppen, Banden, Sitzbalken und weitere Produkte für die Anlage haben wir geliefert und montiert", sagte der Unternehmer. Trotz des größeren Umfangs gab es am Zeitplan keine Abstriche, denn die Schanze sollte mit Winterbeginn einsatzfähig sein.

"Wir haben in den zurückliegenden Jahren mit jedem Projekt dazugelernt und wollen uns immer weiter entwickeln", erklärt der Firmeninhaber. Der nächste Schritt sei, einen Komplettservice wie jetzt in Zakopane anzubieten. "Auch in Zeiten, in denen wir richtig Druck haben, können wir auf die Unterstützung durch regionale Unternehmen bauen, die in einem Umkreis von etwa 30 Kilometern um Raschau liegen."

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