Stollberg bleibt Stadt der Pendler

Großteil der Beschäftigten kommen von außerhalb

Stollberg.

Fast 5300 Menschen kommen jeden Tag zum Arbeiten nach Stollberg. Im Gegenzug fahren 2600 Stollberger für die Arbeit in andere Orte. Das teilt das Statistische Landesamt mit. Das erfasst, wo die Menschen wohnen und wo sie arbeiten. Die aktuellen Zahlen stammen aus dem Juni 2019 und umfassen nur die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, nicht aber Selbstständige oder Beamte.

Damit ist Stollberg der Spitzenreiter bei den Pendlerbewegungen im Altkreis. Zugleich verfügt die Stadt nicht zuletzt aufgrund des Gewerbegebiets und wegen der Größe der Stadt über die höchste Anzahl an Arbeitsplätzen: Rund 6500 gibt es in Stollberg. Dahinter folgt Oelsnitz als zweitgrößte Stadt im Altkreis mit gut 3000 Jobs. Knapp 2200 Menschen kommen jeden Tag nach Oelsnitz, um zu arbeiten. Deutlich mehr, knapp 3300 Oelsnitzer, verlassen ihren Wohnort, um anderswo zu arbeiten. Nach Lugau kommen täglich 1100 Menschen, um dort zu arbeiten, gut 2700 Lugauer pendeln dagegen in einen anderen Ort.

Niederdorf hat wie Stollberg einen Standort-Vorteil durch das Gewerbegebiet. Doch nur wenige Niederdorfer arbeiten dort: Die 1328 Jobs werden von 1265 Menschen erledigt, die nicht in Niederdorf wohnen. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Hohndorf. Dort wohnen gut 1500 Menschen, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Rund 1400 von ihnen arbeiten aber außerhalb. Hohndorf hat selbst nur etwa 370 Arbeitsplätze, rund 250 davon werden von Menschen besetzt, die nicht im Ort wohnen. (kan)

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