Tausende Schüler besuchen 280 Betriebe

Bei der diesjährigen Woche der offenen Unternehmen punkteten vor allem die Bereiche Sicherheit, Soziales und Finanzen. Einige Firmen mussten ihre Termine sogar aufstocken.

Stollberg.

Genau 500 Mal öffneten sich vergangene Woche die Türen von Unternehmen, Fabriken, Betrieben und Behörden im Erzgebirge. Der Grund: Im Rahmen der Woche der offenen Unternehmen nutzten diese die Möglichkeit, Schülern und Eltern Einblicke in den jeweiligen Beruf zu geben. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge, die in diesem Jahr 280 Unternehmen für die Aktion begeistern konnte, 20 von ihnen erstmals.

Laut Organisatorin Kerstin Hillig wurden 6350 Termine von Schülern und 3980 von Eltern gebucht. Besonders hoch war die Nachfrage in den Bereichen Soziales, Sicherheit, Finanzen und öffentliche Verwaltung. "In einigen Einrichtungen der Altenpflege und in einigen Unternehmen der verarbeitenden Industrie wünscht man mehr Besucher. Hier ist oftmals die Erreichbarkeit schwierig oder der Bekanntheitsgrad gering", sagt Kerstin Hillig von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Insgesamt zeigte sie sich aber zufrieden. Einige Unternehmen bekamen sogar so viele Anmeldungen, dass sie ihre angebotenen Veranstaltungen kurzerhand aufstocken mussten.

So zum Beispiel die Annaberger Leichtmetallgießerei Handtmann. "Im letzten Jahr hatten wir nur drei Veranstaltungen, mit nur jeweils 25 bis 30 Besuchern", erinnert sich Ausbildungsleiter Ronny Arnold. In diesem Jahr bot die Firma täglich Führungen und wurde von 136 Anmeldungen von Schülern und Eltern überrascht. "Montag und Freitag waren besonders beliebt, da kamen jeweils mehr als 40 Leute", so Arnold.

Die Besucher wurden dann jeweils in kleine Grüppchen geteilt und von Mitarbeitern durch die Firma geführt. "In der heutigen Zeit, in der man fast um Nachwuchs kämpfen muss, ist es super, wenn die Interessenten freiwillig in die Firma kommen", freut sich Ronny Arnold. Im Nachhinein habe es sogar einige Praktikumsanfragen gegeben, was ihn auch für die Zukunft hoffen lässt: "Wenn sich davon nur 20 Prozent bei uns um eine Lehrstelle bewerben, haben wir viel erreicht."

Laut Kerstin Hillig hat sich die Woche der offenen Unternehmen mittlerweile bewährt und soll im kommenden Jahr in die nächste Runde gehen. Geplanter Termin: 12. bis zum 17. März 2018.

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