Testphase: Neuer Platz vorerst ohne Papierkorb

Am Geyerschen Altmarkt ist vor Kurzem eine Fläche samt Wasserspiel eingeweiht worden. Doch Abfallbehälter fehlen, was kritisiert wird. Aber nicht jeder sieht das als Manko.

Geyer.

Sie hüpfen durch die Wasserstrahlen, haben Freude daran, diese immer wieder aufs Neue per Knopfdruck sprudeln zu lassen. Der neue Reinhard-Boge-Platz im Stadtzentrum von Geyer ist mit seinem Wasserspiel eine willkommene Abwechslung für Kinder. Anstelle der Ruine des "Bayrischen Hofs", die lange diesen Ort am Altmarkt geprägt hat, können die Mädchen und Jungs nun in sommerlicher Hitze herummatschen. Erwachsene schauen ihnen zu. Aber etwas fehlt auf dem Gelände, wie Stadträtin Sonja Brunner (CDU) in der jüngsten Ratssitzung schilderte. "Es gab Hinweise, dass dort ein Papierkorb hingehört", sagte sie. Doch zunächst wird das nicht der Fall sein. Einige Meter vom Gelände entfernt gibt es aber einen.

Bürgermeister Harald Wendler (Die Linke) will erst eine Zeit lang testen, ob das Ganze ohne öffentlichen Abfallbehälter auf dem Reinhard-Boge-Platz funktioniert. Man habe in der Stadt schlechte Erfahrungen gemacht, was das betrifft. Solche seien oft übergelaufen, weil auch Hausmüll hineingeschmissen worden ist. Deshalb wurde etwa ein Standort am Rathaus anders gewählt. Auf dem neuen Platz werden vorerst keine eigenen Papierkörbe aufgestellt - obwohl sich der Stadtchef nicht sicher ist, ob das wirklich funktioniert. "Es kann durchaus sein, dass wir später noch reagieren müssen", so der Bürgermeister. Rat Uwe Langer (Die Linke) pflichtete ihm bei. Dirk Trommer (CDU) warb hingegen dafür, Abfallbehälter aufzustellen. Unter den Erwachsenen, die auf dem neuen Platz mit seinen Sitzmöglichkeiten verweilen, seien sicher auch Raucher. "Wo sollen die Kippen hin?", fragte er. Die werde sicher keiner in die Tasche stecken und mit nach Hause nehmen.


Während die Frage nach Papierkörben für den Reinhard-Boge-Platz offen ist, wird ein anderes Problem bald gelöst. Zu öffentlichen Toiletten in der Touristinformation und im Rathaus soll eine dritte hinzukommen, die rund um die Uhr zugänglich ist. Das geschieht nahe dem einstigen Imbiss im Haus des Gastes. Benutzt werden kann die Toilette durch Münzeinwurf. In etwa einem Monat soll sie fertig sein.

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