Verkauf an kommunale Gesellschaft gescheitert

Auerbacher WGA bietet Wohnhäuser nun auf freiem Markt in Region an

Auerbach.

Die drei an Wohngebäuden der Wohnungsgesellschaft Auerbach (WGA) interessierten kommunalen Wohnungsgesellschaften aus der Region sehen letztendlich von einem Kauf ab. Das sagte der zuständige Fachbereichsleiter Jörg Spiller auf der Auerbacher Ratssitzung am Montagabend. Insbesondere die Wohnungsbaugenossenschaft Annaberg habe an der Esda-Siedlung Interesse gezeigt, sich aber inzwischen anders entschieden. Das bedeute nun entsprechend des vom Rat beschlossenen Verfahrensverlaufs für die Grundstücksverkäufe, dass die 100-prozentige Gemeindetochter WGA Verhandlungen mit Vertretern des freien regionalen Immobilienmarktes führen wird. Der Gemeinderat stimmte dem einstimmig zu. Nicht davon betroffen sind jene Objekte, für die Mieter ihr Kaufinteresse bekundet haben.

Aus Sicht der Verwaltung, so Spiller, sei es besser, den restlichen Wohnungsbestand an einen oder wenige Interessenten zu verkaufen. "Bei einem separaten Verkauf einzelner Objekte bleiben dann die weniger marktfähigen übrig", sagte er. Wie WGA-Geschäftsführerin Susann Gahler sagte, stehen 37 Objekte mit insgesamt 113 Wohneinheiten zum Verkauf, davon entfallen 27 Gebäude allein auf die unter Denkmalschutz stehende Esda-Werkssiedlung. Der Leerstand sei mit 28 Prozent sehr hoch, der Investitionsstau werde insgesamt auf 11 Millionen Euro geschätzt. Es sei darum geplant, dass der Investor mit dem Kauf eine Investitionsverpflichtung eingeht. Spiller erklärte, es gebe bereits zwei Interessensbekundungen.

Die Zeit indes drängt, denn Auerbach wurde von der Kommunalaufsicht des Landkreises darauf hingewiesen, dass die Umsetzung des Konzeptes zur strategischen Neuausrichtung der WGA - das den Verkauf der Wohngebäude und die Rückgabe öffentlicher Gebäude an die Gemeinde beinhaltet - bis Ende 2020 umgesetzt werden soll. Das Konzept war wegen des hohen Investitionsstaus und der kritischen finanziellen Lage der Gemeinde gefordert worden.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.