Viadukt - Hoffnung auf baldigen Start

Das Projekt könnte schneller Realität werden als ursprünglich gedacht. Darauf spekuliert jedenfalls der Bürgermeister.

Oelsnitz.

Das Konstrukt wirkt irgendwie speziell: Das Oelsnitzer Eisenbahnviadukt ist in die Jahre gekommen und die Strecke zudem nicht elektrifiziert. Es muss also irgendetwas passieren. Grob gesprochen gibt es drei Möglichkeiten. Modernisierung, Abriss mit Wiederaufbau oder Stilllegung. Zuständig für derlei Infrastrukturmaßnahmen ist der Bahn-Konzern. Und nun zur Spezialität dieser Angelegenheit. Eine Machbarkeitsstudie dazu hat nicht etwa die Bahn, sondern die Stadt Oelsnitz finanziert. 75.000 Euro hat sie sich das kosten lassen. Den Auftragnehmer für die Studie hat allerdings die Bahn bestimmt. Es handelt sich dabei um die DB Engineering & Consulting GmbH.

Nach aktuellem Stand könnte sich die Investition für Oelsnitz lohnen. Denn einige Erkenntnisse aus der Studie lassen in der ehemaligen Bergbaustadt die Hoffnung aufkeimen, dass es schneller etwas mit einem Neubau des Schienenweges werden könnte als ursprünglich gedacht. "Für einen Neubau sind weniger als ein Jahr Bauzeit veranschlagt", sagt Bürgermeister Bernd Birkigt. "Die Bahn kann auf Standardlösungen zurückgreifen", erklärt Birkigt. Die Studie sieht dabei eine luftige Brückenvariante auf sieben Säulen vor. Die vorkalkulierten Gesamtkosten werden darin auf 14 bis 15 Millionen Euro taxiert. Das Papier, das eine grundlegende Untersuchung darstellt, welche Art von Bauwerk an dieser Stelle umsetzbar wäre, ist mittlerweile dem zuständigen Ministerium übergeben worden. Noch in diesem Jahr soll es laut Birkigt ein Treffen in großer Runde mit Vertretern der Bahn, aus dem Ministerium und anderen Partnern geben.

Birkigt legt einen gewissen Optimismus an den Tag. Denn im Doppelhaushalt des Freistaates sei das Oelsnitzer Projekt ausdrücklich erwähnt. Durch die Vorkalkulation könne es nun mit Zahlen unterlegt werden. Die verhältnismäßig kurze Bauzeit könne zudem ein Argument für die Bahn sein, das Projekt anzugehen. Schließlich stehe auch eine Elektrifizierung der Strecke im Raum. "Warum nicht beides in einem Zug angehen?", fragt Birkigt.

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    2
    tfr
    21.11.2019

    14-15 Millionen Euro, da stockt mit der Atem! Ich halte mehrfach täglich an dem Bahnübergang vor dem Viadukt. Wenn mal mehr als 3 Leute in der Bimmelbahn sind, ist sie schon sehr voll. Haben wir nicht andere Baustellen im Ort und auch bei der Bahn. Und unsere arme Stadt die für nichts Geld hat gibt dafür 75.000€ aus. Der Spielplatz im Waldbad gammelt seit Jahren vor sich hin und würde weniger kosten. Mehr an der Bevölkerung vorbei geht nicht!!
    ????



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...