"Was machbar ist, sollte schnell gemacht werden"

Es sind endlich Nägel mit Köpfen gefragt, was das Radwegekonzept betrifft, sagt Gerd Lorenz vom Verkehrszentrum. Die Bürgermeister der Arbeitsgruppe Steinkohlenweg hat er schon hinter sich.

Gersdorf.

Mehr als fünf Jahre sind vergangen, seitdem die Arbeitsgruppe (AG) Steinkohlenweg ihre Radwegekonzeption an Landrat Frank Vogel schickte, damit sie in das Radwegekonzept des Erzgebirgskreises einfließen kann. Dieses wurde zwar zwischenzeitlich auch inklusive der Empfehlungen der AG vom Kreistag beschlossen, aber passiert ist nach Ansicht von Gerd Lorenz, Vereinsvorsitzender des Verkehrszentrums Stollberger Land, seither nichts. Darum hat er die Radwegesituation in der Region in der in dieser Woche Gersdorf stattgefundenen AG-Sitzung thematisiert. Denn ihm dauert die Umsetzung zu lange und er ist der Meinung, einiges könne mit einfachen Mitteln bereits realisiert werden, um Radfahren sicherer zu machen. "Was machbar ist, sollte schnell gemacht werden", lautete sein Credo. Es nütze schließlich nichts, fünf Jahre nur zu reden.

Der AG gehören die Orte Oelsnitz, Lugau, Hohndorf, Gersdorf und seit kurzem Niederwürschnitz an - mit seinem Anliegen rannte Lorenz bei deren Vertretern offene Türen ein. "Man weiß schon gar nicht mehr, was man den Leuten sagen soll, wenn sie nach Radwegen fragen", sagte etwa Matthias Groschwitz, Bürgermeister von Hohndorf. Gerade, wo bereits Wege vorhanden sind, könnten doch schon Beschilderungen stattfinden, schlug er vor.


Lorenz richtet sein Augenmerk aktuell vor allem auf jene Radwege, die dem Alltagsverkehr dienen - also nicht touristischen Radrouten. Er hat selbst mit dem Rad die Probe gemacht und festgestellt, dass man beispielsweise schon ganz gut mit dem Rad sicher von Hohndorf über Oelsnitz und Lugau bis nach Chemnitz käme, wenn beispielsweise dort, wo es die Fahrbahnbreite erlaubt, gestrichelte Schutzstreifen für Radfahrer aufgezeichnet würden. In Hohndorf oder Lugau funktioniere das schon sehr gut. Auch hat er, beispielsweise an der Pflockenstraße in Oelsnitz, Fußwege ausgemacht, die breit genug seien, um dort das Radfahren zu erlauben. Lorenz setzt bei seinen Recherchen auch auf die Mithife der Radfahrer in der Region. Wer Tipps und Hinweise habe, wo schon Erleichterungen geschaffen und die Sicherheit erhöht werden kann, könne sich gern beim Verkehrszentrum melden.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben beschlossen, Jens Habermann von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge in ihre nächste Sitzung einzuladen. Von ihm wollen sie dann wissen, wie der Umsetzungsstand der Kreiskonzeption ist und was die Kommunen bereits zum Beispiel im Bezug auf die Ausschilderung tun können.www.verkehrszentrum-

 

stollberger-land.de

 

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