Wasserräder stehen kurzzeitig still

Mühlenbauer im Einsatz im Frohnauer Hammer

Frohnau.

Verdächtig ruhig ist es diese Woche im Frohnauer Hammer gewesen. Die drei schweren Schmiedehämmer standen still. Das Klopfen, das dennoch immer wieder aus den alten Mauern drang, kam von Nico Wagener und Patrick Einenkel, zwei Mühlenbauer aus dem mittelsächsischen Mulda. Sie haben das historische Wasserrad repariert, das für den Antrieb der beiden Blasebälge verantwortlich ist.

Die Arbeiten gestalteten sich aufwendiger als geplant. Sollten zunächst nur drei bis vier der hölzernen Schaufeln gewechselt werden, erfolgte ein nahezu kompletter Austausch, erläuterten die beiden Handwerker, die zu einer der traditionsreichsten Firmen in Sachsen gehören: 1878 vom Urgroßvater des heutigen Inhabers Gottfried Schumann gegründet, wurde das Unternehmen schon mehrfach für seine Arbeit im Bereich der Denkmalpflege ausgezeichnet. Und der Frohnauer Hammer gilt immerhin als das älteste Schmiedemuseum Deutschlands.


Nun soll das Technische Museum als eines der bekanntesten Ausflugsziele im Erzgebirge fit gemacht werden für das deutlich höhere Besucheraufkommen, das mit dem jüngst verliehenen Welterbetitel erwartet wird, so Stadtsprecherin Nicole Gräbner. "Als einer der wichtigsten Standorte der Montanregion ist der Frohnauer Hammer für Besucher von besonderem Interesse." Um das Hammerwerk wieder voll funktionstüchtig zu machen, musste zudem der Boden des Wasserrades und die Lagerschalen an den beiden Zapfen ausgetauscht werden. Damit ist dann die größte Reparatur für dieses Jahr erledigt, erläuterte Museumsleiter Wolfgang Blaschke. (af)

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