100. Todestag von Max Klinger: Sonderausstellung im Dom

Naumburg (dpa/sa) - Eine Sonderausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken beleuchtet von Samstag an das Schaffen des Bildhauers Max Klinger (1857-1920) im Naumburger Dom. Vier Stipendiaten hätten sich acht Monate lang intensiv mit den Arbeiten des vielseitigen Künstlers beschäftigt, teilten die Vereinigten Domstifter am Donnerstag in Naumburg mit. Unter dem Motto «Druck und Hingabe: Eine Widmung an Max Klinger» seien bis zum 31. Oktober die Resultate ihrer künstlerischen Auseinandersetzung in der auf der Unesco-Welterbeliste stehenden Kathedrale zu sehen.

Unter anderem schufen die vier Künstler von Klinger inspirierte Skulpturen, Grafiken und Zeichnungen, hieß es. Für die Zeit des Stipendiums residierten die von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt geförderten Männer und Frauen in der einst von Max Klinger erworbenen Villa Romana im italienischen Florenz.

Anlass für das Projekt war der 100. Todestag des am 5. Juli 1920 in Großjena bei Naumburg gestorbenen Künstlers, hieß es. Mit der Sonderschau treffe zugleich zeitgenössische Kunst auf das 13. Jahrhundert, sagte Stiftsdirektor Holger Kunde mit Verweis auf den im Mittelalter erbauten Naumburger Dom. Die Kathedrale ist vor allem wegen ihrer zwölf, von einem unbekannten Meister erschaffenen Stifterfiguren im Westchor des Doms bekannt. Seit 2018 steht der Dom auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste. Neben seinem Wirken als Bildhauer machte sich der in Leipzig geborene Künstler Max Klinger auch als Maler und Grafiker verdient.

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