Clemens Meyer verteidigt Sachsen gegen Kritik

Leipzig (dpa) - Der Schriftsteller Clemens Meyer («Als wir träumten») hat sein Heimat-Bundesland Sachsen gegen die zuletzt scharfe Kritik verteidigt. Sachsen sei viel mehr als ein Land mit einem rechten Problem. «Mein Sachsen ist das Sachsen Lessings, Gotthold Ephraim, der Aufklärer, der Mann der Ringparabel, geboren in Kamenz», schreibt der in Halle geborene Autor in einem Gastbeitrag in der Wochenzeitung «Die Zeit». Sein Sachsen sei das Land, in dem Karl May träumte und Goethe zechte. Das Land, in dem Sorben ihre Jahrhunderte alten Traditionen mit zweisprachigen Ortsschildern und Erinnerungen pflegten.

Zu der Kritik, dass der Rechtsextremismus ein sächsisches Problem sei, meinte Meyer: «Oder soll ich kundtun, dass alles ein gesamtdeutsches Problem sei, denn Sachsen liegt nun mal in... ja?». Clemens Meyer lebt in Leipzig, ist aber derzeit Stadtschreiber in Mainz.

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