Musical «Hadestown» räumt bei Tony Awards ab

Für die Branche um die 41 Broadway-Theater war die Saison von Ende Mai 2018 bis Ende Mai 2019 von neuen Rekorden geprägt. Umsatz und Besucherzahl stiegen um je rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, beides sind neue Bestwerte

New York (dpa) - Das Musical «Hadestown» über den griechischen Mythos von Orpheus und Eurydike hat bei den Tony Awards abgeräumt. Die Broadway-Show gewann am Sonntagabend acht Auszeichnungen beim wichtigsten Theaterpreis der Welt - darunter den Award für das beste Musical und den Preis für die beste Regie, der an Rachel Chavkin ging.

Die Juroren der Verleihung in der Radio City Music Hall in New York City überzeugte die wilde Mischung «Hadestowns» aus Südstaaten-Dixie-Jazz, Folk und Soul, mit der das Schauspiel den griechischen Mythos im Look von Fritz Langs «Metropolis» erzählt. 

Als bestes Theaterstück des Jahres wurde das aus dem Londoner Westend übernommene IRA-Familiendrama «The Ferryman» ausgezeichnet, das schon vor der Verleihung als Favorit galt. Für Aufsehen sorgte Schauspielerin Ali Stroker, die als erste Darstellerin in einem Rollstuhl für ihre Rolle in dem Musicalrevival «Oklahoma!» ausgezeichnet wurde. In ihrer Dankesrede sagte sie: «Dieser Award ist für jedes Kind mit einer Behinderung oder Einschränkung, das heute Abend zuschaut und darauf gewartet hat, sich in dieser Halle vertreten zu sehen». Der Preis für den besten Schauspieler in einem Theaterstück ging an «Breaking Bad»-Star Bryan Cranston in «Network».

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