Rund 300 000 Euro für Kultur auf dem Land: Erfolgsprojekt

Dresden (dpa/sn) - Der Freistaat hat aus dem erstmals aufgelegten Förderprogramm für kulturelle Kleinprojekte auf dem Land 99 Vorhaben von Vereinen und Initiativen finanziert. «Wir haben damit einen Nerv der Akteure von Kunst und Kultur getroffen», sagte Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Mittwoch in Dresden. Dafür flossen rund 300 000 Euro, ein Drittel davon wurde zusätzlich im Haushalt locker gemacht. Insgesamt wurden 279 Anträge mit einem Volumen von mehr als 970 000 Euro bei der Kulturstiftung des Freistaates gestellt. «Daran sieht man, dass der Bedarf enorm ist.»

Ehrenamtlich geführte kleine Vereine und Institutionen auf dem Land sind laut Stange oft mit dem allgemeinen Förderdschungel überfordert sowie Spenden und Sponsoring rar. Mit dem Programm könne schnell, flexibel und unbürokratisch geholfen werden, in der Regel bis 5000 Euro pro Projekt. So wurden Veranstaltungen möglich, Gemeinschaft jenseits der Großstädte fördern - vom Sommerkino über Gartenkultur oder Street-Happening bis zu Sängertreffen, Puppentheater oder Herbstfest mit der Nachbarschaft.

Mit dem Programm kann sich auch die Kulturstiftung stärker in den ländlichen Raum hinein entwickeln, sagte Direktor Manuel Frey. Im Unterschied zu anderen Projektförderungen sei keine Kofinanzierung nötig. Unterstützt werden ehrenamtliches Engagement von Menschen für ihr Umfeld und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch für 2020 sind 200 000 Euro im Haushalt gesichert, das Programm künftig fest verankert werden. «Ich bin da optimistisch», sagte die Ministerin.

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