Schreiben in digitalen Zeiten: Brauchen wir die Handschrift noch?

Mit einem "Nationalen Tag der Handschrift" soll am Samstag in den USA per Kugelschreiber, Füller oder Bleistifte eine "Kreativitätsinitiative" gezündet werden. Auch in Deutschland ist derlei Folklore beliebt - obwohl sie kontraproduktiv am Kern vorbeischießt.

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88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    0
    Malleo
    24.01.2021

    Paral
    Handschrift und die Verwendung einer bestimmten Schriftform kann mehr als Folklore sein.
    Das kann durchaus auch zu Anzeigen führen. :-)
    Handschrift ist auch Ausdruck von Persönlichkeit.
    Gern lese ich deshalb Briefe ferner Verwandter, die vor über 100 Jahren in die USA auswanderten und die Sehnsucht nach ihrer alten Heimat wunderschön, handschritlich in deutschen Buchstaben auf das Papier brachten.

  • 5
    0
    Zeitungss
    24.01.2021

    Bei einigen Gestaltern der eigenen Handschrift kommt zweifellos der Gedanke auf diese abzuschaffen, was etwas mit der Gestaltung der Schrift zutun hat. Selbst Sachverständigen kapitulieren gelegentlich. Diese Gedanken bezogen sich jetzt nur auf das Schriftbild, was von einem Menschen bekanntlich schon einiges verrät .

  • 4
    0
    Malleo
    24.01.2021

    In der SZ findet man das Bild zum Trauma geschlossener Läden....und noch immer fehlender Auszahlungen der Novemberhilfen.
    Was Herr Hofmann daraus alles so ableitet.
    Tolle Kulturgeschichte!

  • 6
    2
    paral
    23.01.2021

    Handschrift ist keine Folklore. Sie ist eine Kulturtechnik, die eigentlich den Menschen erst zum Menschen macht. Seine Gedanken niederschreiben, was gibt es Vergleichbares? Und das drumherum erst! Legen Sie den Kugelschreiber oder Ihre verschiedenen Tastaturen beiseite, Herr Hofmann, und schreiben sie mit einem Füllfederhalter. Das wird auch Ihre Gedanken strukturieren.

  • 8
    0
    Piepsi05
    23.01.2021

    Ich bin ein Freund der Schulausgangsschrift, mit flüssigen Schriftbild, die die Feinmotorik schult.

    Handschriftlich erfasste Sachverhalte prägen sich viel besser ein, zur Vorbereitung auf all meine Prüfungen fertigte ich nochmals Karteikarten mit den Schwerpunkten, dieses System haben auch andere erfolgreich angewandt.

    Trotzdem gehört es heute auch zur Allgemeinbildung entsprechend sicher z.B. Word und Excel oder ähnliche Programme zu beherrschen und anzuwenden.

  • 10
    1
    Pixelghost
    23.01.2021

    Ich schreibe auf meinem iPad täglich mit der Hand. Einkaufszettel, Notizen (zum Plan), Vorlagen für Schulungen ect. pp.

    Es wäre schon hilfreich den Menschen zu vermitteln, dass es auch in Facebook, Instagram und anderen Portalen nett wäre, wenn die Autoren die deutsche Rechtschreibung wenigsten in ihren Grundzügen beachten, beherrschen und anwenden würden.
    Ich bin auch kein Rechtschreibeexperte, aber Punkt, Komma, Groß- und Kleinschreibung und den grundlegenden Satzbau sollte man schon drauf haben.

  • 24
    1
    nevidimka
    23.01.2021

    Es ist lernpsychologisch nachgewiesen, dass das Erlernen von Sachverhalten besser gelingt, wenn es auf unterschiedlichsten Wegen vergegenwärtigt wird. Handschriftlich ist es ein anderer Zugang als tastentippend. Wer selbst in seiner Schulzeit Spickzettel geschrieben hat, kennt sicher den Effekt, dass man sehr oft den Spickzettel gar nicht mehr brauchte, weil man den Inhalt des Spickzettels gelernt hatte. Ein Spickzettel eines Kumpels hatte nicht diesen Effekt.

  • 9
    13
    KristinS
    23.01.2021

    Danke, dieser Beitrag spricht mir aus dem Herzen. Vielleicht liest ihn ja auch der Kultusminister und nimmt im Rahmen der Digitalisierung auch das Tastaturschreiben mit in den Lehrplan auf. Und wenn wir dabei sind auch noch ein paar Grundkenntnisse im Umgang mit Schreibprogrammen. Das lernen die Schüler nämlich auch nicht bis zur 12. Klasse (hinzufügen von Verweisen, erstellen von Verzeichnissen, ...).