Volkskunst-Wettbewerb: Stimmen Sie über den Publikumspreis ab!

Die Jury hat über die besten Arbeiten im diesjährigen Auflage von "Tradition und Form" entschieden und zwei Hauptpreise vergeben. Nun können die Leser der "Freien Presse" über ihren Favoriten entscheiden. Mitmachen lohnt sich.

Der das 26. Jahr in Folge ausgeschriebene regionale Wettbewerb "Tradition und Form" geht in die finale Runde. Die zwölfköpfige Jury hat ihre Entscheidung getroffen, welches die gelungensten Neuheiten des Jahres 2020 sind. Demnach werden zwei Arbeiten von Holzkunsthandwerkern aus dem Erzgebirge den begehrten "Oscar" des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller bekommen. Welche der abgebildeten Neuheiten auf dieser Seite das sind, wird noch nicht verraten, um Sie, liebe Leser, nicht zu beeinflussen. Denn jetzt ist erst noch Ihre Meinung zu den Produkten gefragt.

Seit 2009 unterstützt die "Freie Presse" diesen Wettbewerb der "Männelmacher" auf besondere Weise, indem sie zusätzlich einen Publikumspreis auslobt. Den bekommt am Ende das Produkt, das die meisten Leserstimmen auf sich vereint. Zugleich bietet die Zeitung dem Wettstreit damit ein besonderes öffentliches Podium. Jeder Leser kann freiweg entscheiden, was ihm am besten gefällt, was er sich vielleicht in die eigene Wohnung stellen oder gern verschenken würde.

Von den in diesem Jahr eingereichten 17 Arbeiten wurden zwölf von der Jury für den Wettbewerb nominiert. Bei dieser ersten Bewertungsrunde entscheiden die Fachleute, welche Produkte überhaupt in die Endwertung kommen. Die Ergebnisse sehen Sie auf dieser Seite. Neben hohen Anforderungen an Qualität und Innovation dürfen die Arbeiten nicht älter als zwei Jahre sein. Sie müssen zumindest schon in Kleinserie produziert werden, und sie müssen frei von Rechtsmängeln sein, dürfen also keine von anderen Herstellern kopierten Elemente enthalten.

Nachdem es 2019 zum ersten Mal nur eine mäßige Beteiligung von Firmen am Wettbewerb gab, schienen viele Hersteller in diesem Jahr auch angesichts der Coronakrise besonders motiviert, ihre Kreativität und ihr Standvermögen unter Beweis zu stellen. In den Wochen, als Seiffen fast einem Geisterdorf glich, weil keine Touristen mehr kamen, wurde in etlichen Werkstätten getüftelt und probiert, wurden neue Ideen und Möglichkeiten der technologischen Umsetzung entwickelt.

In der Firma Kleinkunst aus dem Erzgebirge schien es, als hätte Chef Ringo Müller ständig den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder vor Augen gehabt: wie ihm der Kopf raucht angesichts der harten Nüsse, die es wegen hoher Infektionszahlen in seinem Freistaat zu knacken gab. Doch der von Ringo Müller für den Wettbewerb eingereichte Rauchknacker in Gestalt eines Bayern mit einer Brezel und einem Maß Bier in der Hand, in Trachtenjacke und Lederhose, entstand schon vor Corona - als Fortführung jener Weltneuheit, die die Firma vor einem Jahr mit dem ersten räuchernden Nussknacker in Gestalt eines Weihnachtsmanns auf den Markt brachte.

Zum ersten Mal beteiligte sich jetzt eine Studentin aus Halle: mit dem einzigen Spielzeug, das in diesem Jahr für den Wettbewerb eingereicht wurde. Ihre nüchtern wirkenden Bausteine haben ein Innenleben in Form von beweglichen Gewichten, durch die sich der Schwerpunkt jedes Holzteils verlagern lässt. Aus dem Baukasten wird so quasi auch ein Balancespiel.

Aus dem Randgeschehen der Coronakrise hat ein Ehepaar aus Augustusburg geschöpft. Ihr kleiner Schneemann "Miss Corona" zieht nicht nur einen Schlitten mit gedrechselten Klopapierrollen hinter sich her. Am Handgelenk führt die Schneefrau auch eine Maske mit sich - für alle Fälle. Ganz viel Mut zu Neuem hat die Firma Emil A. Schalling in Seiffen bewiesen. Mit einem so modernen Engel und Bergmann, wie es die traditionellen Figuren noch nie gab. Beide dürften auch als Hochzeitspaar samt Blumenkindern ihre Liebhaber finden.

Dass es nicht nur um Weihnachtsschmuck geht, hat die Firma von Ralf Zenker in Seiffen mit ihrem gedrechselten Bienenkorb gezeigt. Das originelle Teil dient nicht der Honigherstellung oder -aufbewahrung, sondern wird mit Räucherkerzen bestückt und soll so lästige Insekten bei der abendlichen Party im Garten vertreiben.

Mitmachen bei der Entscheidung über den Publikumspreis lohnt sich auch in diesem Jahr wieder. Unter allen Lesern, die mit abstimmen - im Internet oder auf dem Postweg mit dem hier abgebildeten Coupon -, werden fünf Gewinner ermittelt. Den Hauptpreis hat in diesem Jahr die Firma Raum- und Tafelschmuck von Gabriele Günther in Neuhirschenstein (Landkreis Meißen) zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um einen LED-Lichterbogen mit Krippenfiguren in einer ganz modernen Ausführung. Er dürfte also auch junge Leute ansprechen. Neben diesem Hauptpreis gibt es vier weitere, vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller bereitgestellte Preise zu gewinnen: große moderne Picus-Räuchermänner.

Abgestimmt werden kann unter www.freiepresse.de/publikumspreis. Tragen Sie dazu die Nummer Ihres Favoriten ein. Den Publikumspreis erhält die Arbeit, die die meisten Stimmen bekommt. Abstimmungsschluss ist der 25. Juli.


1. Serie "erzclique"

Einreicher: Emil A. Schalling KG, Seiffen, 28 Zentimeter, Kinder 20 Zentimeter

"Engel und Bergmann einmal anders. Durch die wechselseitige Verwendung der gedrechselten Körper ist eine paarweise Kombination der Figuren möglich. Alle Elemente sind über Magnete verbunden und können so beliebig ausgerichtet werden."

Luise Ullrich, Gestalterin

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2. Schneemann "Miss Corona" und mit Holzhucke

Einreicher: Kramer Holz Design, Augustusburg, 7,5 Zentimeter hoch

"Die Schneemänner stehen für Traditionelles und Modernes. Besonderes Augenmerk wird bei der Bemalung auf Details, wie das Gesicht und die Kleidung, gelegt. Dadurch erhalten die Figuren Witz und Charme."

Jaqueline und Manuel Kramer, Gestalter

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3. Moderne LED-Lichterspitze für die Heilige Familie

Einreicher: Kleinkunst aus dem Erzgebirge Müller GmbH, Seiffen, 50 mal 47 Zentimeter

"Das LED Lichtband ist in asymmetrisch angeordneten Rundstäben integriert, die ein nach oben offenes Dreieck darstellen. Diese Symbolik beschreibt die Unvorhersehbarkeit von Ereignissen."

Hendrik Neubert, Ringo Müller, Gestalter

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4. Drehbaum "TWIST"

Einreicher: Seiffener Volkskunst eG, 8 bis 15 Zentimeter hoch

"Der im Erzgebirge schon in zig Varianten bearbeitete Baum lässt immer noch Spielraum offen: Hier wurde er um eine spielerische Variante erweitert. Seine Äste lassen sich drehen und damit beliebig versetzen."

Clemens Haufe, Sven Deutloff, Gestalter

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5. Zwergengruppe

Einreicher: Spielwaren Günther, Seiffen, 5 Zentimeter hoch

"Die lustigen und fleißigen Zwerge wurden mit einem besonderen Motiv gestaltet. Mütze und Jacke haben immer zwei direkt aufeinander folgende Farben im von Johannes Itten entwickelten Farbkreis."

Tino Günther, Gestalter

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6. Stehleuchten

Einreicher: ULMIK Erzgebirgische Volkskunst Seiffen, 13 bis 20 Zentimeter hoch

"Die Leuchter verbinden modernes Design mit traditioneller Volkskunst des Erzgebirges. Die massiven Edelstahlteile vermitteln durch ihren matten Glanz und ihr Gewicht Solidität und Standfestigkeit."

Mike Glöckner, Roy Zeidler, Gestalter

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7. Bausteine "BluffBlocks"

Einreicher: Emma Brix, Halle, 11 mal 4,5 Zentimeter

"Das Geheimnis dieser Bausteine liegt im Inneren. Durch verbaute Gewichte lassen sich die Schwerpunkte verlagern und die Steine auf verblüffende Weise stapeln."

Emma Brix, Gestalterin

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8. Tischpyramide

Einreicher: Holzkunst & Schnitzen Bettina Franke, Deutschneudorf, 28 Zentimeter hoch

"Das Alleinstellungsmerkmal dieser farbenfrohen Teelichtpyramide ist ein tanzendes Püppchen zu der sich drehenden Scheibe. Das Prinzip wurde patentrechtlich geschützt. Die Pyramide gibt es mit verschiedenen Figuren."

Bettina Franke, Gestalterin

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9. Gotischer Schwibbogen mit Setzkasten

Einreicher: Erzgebirgische Holzkunst Gahkenz GmbH RuT, 47 mal 72 Zentimeter

"Der für schmale und höhere Fenster entwickelte Schwibbogen soll mit seiner Setzkastenfunktion Sammler von Figuren ansprechen. Der Fuß ist dabei variabel: zwischen einem und zwölf Zentimetern in der Höhe."

Gundolf Berger, Matthias Schiebold, Gestalter

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10. Pyramide "Hai-Goo"

Einreicher: Unarten-Manufaktur UG, Niederfrohna, 27 Zentimeter hoch

"Die Einzigartigkeit dieser Pyramiden liegt in der Verbindung der Werkstoffe Beton und Holz. Das Flügelrad wird zudem aus wiederverwendeten Hölzern hergestellt. Damit ist eine hohe Nachhaltigkeit garantiert. Farbe und Bestückung kann der Kunde bestimmen."

Katy Ullrich, Gestalterin

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11. Rauchknacker "Bayer auf dem Oktoberfest"

Einreicher: Kleinkunst aus dem Erzgebirge Müller GmbH, Seiffen, 27 Zentimeter hoch

"So geht man zum Oktoberfest: Die im Vorjahr präsentierte Serie der weltweit ersten Rauchknacker®, welche sowohl Nüsse knacken als auch räuchern können, hat Zuwachs bekommen."

Hendrik Neubert, Ringo Müller, Gestalter

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12. Bienenkorb zum Räuchern

Idee: Dregeno Seiffen, Einreicher: Erzgebirgische Volkskunst Ralf Zenker, Seiffen, bis 20 Zentimeter

"Der besonders für die warme Jahreszeit entwickelte Bienenkorb ist ausgesprochen praktisch. Durch die Verwendung von Räucherkerzen lassen sich Wespen und andere Insekten fernhalten. Zugleich ist der Korb eine schöne Dekoration für den Tisch."

Ralf Zenker, Gestalter

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