Wenn sich Sabaton steinalt anhört

Die vogtländische Band Voice stellt ihre neue CD in der Heimat live vor

Markneukirchen.

Die vogtländische Band Voice galt einst als größte sächsische Hoffnung im harten Rock: Anders als die zwar erfolgreicheren, letztlich aber stilistisch unsteten Freiberger Alpha Tiger legten die Powermetaller aus Markneukirchen zwischen 1996 und 2003 vier hochklassige Alben bei der Szenefirma AFM vor - allesamt strikt auf Genre-Linie, dafür aber in sich originell und prall von abwechslungsreichen Details. Da Voice diese Platten nie mit passenden Tourneen bewerben konnte, blieb die Anhängerschaft rund um den Globus zwar fanatisch, aber überschaubar.

Nun hat man nach fast 15 (!) Jahren Pause mit "The Storm" ein neues Album veröffentlicht, und das unterstreicht die Tragik: Die "Voicer" haben ein fast unverschämtes Händchen für griffig-facettenreiche, epische Metalsongs, die Hype-Gruppen wie Sabaton steinalt klingen lassen. Man hört in der melodischen Gitarrenarbeit immer Iron Maiden und Queensryche als Wurzel - die von Voice aber so gekonnt und inspiriert weiterinterpretiert werden, dass sich "The Storm" frisch und heutig anhört. Dazu kommt, dass die Jahre der Stimme von Oliver Glas nicht geschadet haben, im Gegenteil: Sein Sirenen-Organ klingt etwas erdiger, dunkler, knurriger - eine schlicht großartige Metal-Stimme, die es nun auch wieder live zu hören gibt.

Im KonzertVoice tritt am morgigen Samstag in der Musikhalle Markneukirchen auf. Mit dabei sind die Gruppen Kings Of Fools und Object sowie die Iron-Maiden-Coverband Members of the Beast.

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