Sanierung der Straße in Lichtenwalde wird teurer

Ob die Bauarbeiten im September beginnen können, ist unklar

Niederwiesa.

Kein leichtes Thema hatte der Hauptausschuss von Niederwiesa in seiner ersten Sitzung in der neuen Legislaturperiode zu bearbeiten: Die Mitglieder standen vor der Frage, wie die Gemeinde damit umgehen soll, dass die geplante Sanierung der Lichtenwalder August-Bebel-Straße teurer wird als geplant. Sechs Firmen hatten sich auf die Ausschreibung hin gemeldet. Das günstigste Angebot liegt bei rund 146.000 Euro, stellte Heike Kuksch, Leiterin Sachgebiet Bau, vor - 51.000Euro mehr als prognostiziert. "Wir stehen vor dem Dilemma, den Auftrag zu vergeben oder aufzuheben", sagte Bürgermeisterin Ilona Meier (parteilos) am Montagabend.

Den Fördermittelantrag hatte die Gemeinde am 28. Juni 2018 eingereicht - bewilligt wurde er fast ein Jahr später, so Kuksch. Niederwiesa war von 95.000 Euro für die Sanierung zwischen Bienenstock und Schloßallee ausgegangen, 80 Prozent werden gefördert. Somit hätte der Eigenanteil bei 19.000 Euro gelegen. Parallel will der Wasserzweckverband ZWA eine Trinkwasserleitung erneuern. Nun sind die Baukosten gestiegen, knapp 8000 Euro kommen für die Integrierung eines Leerrohrs für den Breitbandausbau und rund 8800 Euro für einen zusätzlichen Wassereinlauf am Bienenstock hinzu. Einen Antrag auf Erhöhung der Fördermittel hat die Gemeinde gestellt, aber laut Kuksch gibt es keine Garantie für eine Genehmigung. Von Ortsvorsteher Jens Bossard kam der Vorschlag zu prüfen, ob das Leerrohr von den Breitbandfördermitteln bezahlt werden könne. Das macht aber nur knapp ein Viertel der Mehrkosten aus. Das Bauprojekt ein Jahr zu schieben, stellte Meier in den Raum. "Wenn wir das Feuerwehrdepot bauen, fahren die Baufahrzeuge über die neue Straße", erläuterte sie. Die sachkundigen Bürger am Tisch schlugen vor, mit der Firma, die das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt hatte, über eine Bindefristverlängerung zu verhandeln. Bossard erinnerte zudem daran, dass die Bauzeit im Herbst auch wegen den Schloss- touristen gewählt worden war. Die Stadtverwaltung will nun die Varianten prüfen. "Das Thema bleibt auf der Tagesordnung für den Gemeinderat", kündigte Meier an.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    27121950
    29.08.2019

    Zum letzten Abschnitt: Durch den geplanten Feuerwehrdepots- Bau fahren keine Baufahrzeuge über diesen Sraßenabschnitt, die Ausfahrt ist auf einen anderen Straßenabschnitt. Einzig die Feuerwehr hat zum Ausrücken aus ihrem jetzigen Gebäude einen Umweg zu fahren.



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