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Nach Instagram-Fotos mit Rechten: Jeremy Fragrance verliert Kooperationspartner

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Influencer Jeremy Fragrance (34) macht normalerweise in Düften. Jüngste Fotos von ihm stinken aber offenbar drei Kooperationspartnern - und die ziehen Konsequenzen.

Wie „Business Insider“ (BI) berichtet, haben der Streaminganbieter Sky sowie der Heel-Verlag ihre Zusammenarbeit mit dem 34-Jährigen beendet und dies gegenüber BI bestätigt. Auch Aldi Nord äußerte sich. Vorausgegangen waren auf Instagram gepostete Fotos des Influencers mit Rechtsextremen.

Laut „Bild“-Zeitung entstanden die verhängnisvollen Bilder am vergangenen Wochenende in New York. Genauer: bei der Gala des „New York Young Republicans“-Clubs. Dabei handelt es sich um eine Organisation für junge Mitglieder (Alter: 18 bis 40) der republikanischen Partei. Hauptredner der Veranstaltung am Wochenende: Ex-US-Präsident Donald Trump (77).

Sky entfernt Fragrance-Doku

Auch Influencer Jeremy Fragrance war vor Ort, machte Selfies u.a. mit David Bendels (38, Herausgeber und Chefredakteur des „Deutschland-Kuriers“) und Alexander Kleine (31), einem der führenden Köpfe der „Identitären Bewegung“ (wird vom Bundesverfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft). Die Fotos sorgten im Netz für Wirbel, nun haben Aldi Nord, Sky und Heel reagiert und die Zusammenarbeit mit dem Duft-Experten beendet.

Sky will die bereits veröffentlichte Doku Jeremy Fragrance - Power, Baby“ bis Dienstag entfernen. Auf Anfrage von BI ging auch Aldi Nord auf Distanz zum 34-Jährigen: „Aldi Nord ist Discounter für alle, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Religion, politischer Gesinnung oder sexueller Identität“, hieß es aus dem Konzern. Anfang des Jahres hatte Fragrance in einem Spot für Aldi-Brot geworben. Das Ganze sei einmalig gewesen, weitere Aktionen nicht geplant.

Heel-Buchverlag beendet Zusammenarbeit

Auch beim Heel-Verlag ist nach den Fotos Schluss: Dort war das Buch „Power, Baby! Die Jeremy-Fragrance-Story“ verlegt worden. Jede Zusammenarbeit mit dem Influencer ist nun Geschichte. Gegenüber BI betonte eine Heel-Sprecherin, dass man „sich in keinster Weise mit rechtsextremem Gedankengut identifiziert und wir mit Entsetzen zur Kenntnis genommen haben, dass Jeremy Fragrance mit diesen Rechtsextremen sympathisiert.“ Dass der „Promi Big Brother“-Kandidat von 2022 solche Tendenzen habe, sei „bis zum heutigen Tage auch nicht bekannt“ gewesen.

Instagram-User spöttelt: "Nazi-Power ab jetzt?"

Auf seinem Instagram-Kanal (1,2 Millionen Follower) äußerte sich der Influencer am Montag zunächst nicht zu dem Skandal um ihn. Das übernahmen die User. Unter einem Foto, das Fragrance mit Paul Beirne, Präsident der Canadian Premiere League, in Manhattan aufgenommen hat, ist etwa zu lesen: „Das war‘s dann wohl mit der Power“ oder „Nazi-Power ab jetzt?“. Aber er bekommt in den Kommentaren unter den jüngsten Bildern von seinen Fans auch Unterstützung. „Bleib stark, wir sind hinter Dir“, versichert ein Nutzer. Ein anderer notiert: So, jetzt kommen die linken Denunzianten, die das Wort Meinungspluralismus verachten, aus ihren Löchern gekrochen.“

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