Als Biedenkopf nach Sachsen kam

Im Unterschied zu allen anderen ostdeutschen Bundesländern wurde vor 30 Jahren im Freistaat ein West-Import zum ersten Ministerpräsidenten gewählt: Kurt Biedenkopf gilt bis heute als Glücksfall für Sachsen - und Sachsen als Glücksfall für ihn.

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1616 Kommentare
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  • 1
    0
    Malleo
    04.10.2020

    Ernst... starke Worte!

  • 0
    3
    ernstel1973
    04.10.2020

    ... aber immer, wäre schlimm für den Freiheitsgedanken und der Menschenrechte wegen, wenn nicht.

  • 1
    1
    Malleo
    04.10.2020

    ernst..reicht es für 5%?

  • 0
    3
    ernstel1973
    04.10.2020

    Malleo ... wie mein Umfeld auch.

  • 3
    2
    Malleo
    04.10.2020

    ernstel
    Sie sind ja auch ein Ausnahmesportler!

  • 3
    5
    ernstel1973
    03.10.2020

    Ach Malleo, wie jeder geistig fite Mensch weiß ich auch ohne Politik und erst recht ohne den ollen Biedenkopf woher ich komme und unterjährig sogar wohin ich gehe. Personenkult, Ideologien und Symbole benötigen nur jene, die selbst mit sich nix anzufangen wissen.

  • 7
    2
    Malleo
    03.10.2020

    cn 3
    Es brauchte auch Leute wie C. Hahn, die sich an Sachsens innovative Menschen erinnerten.(Horch , Audi nur auf lateinisch, VW)
    Und solchen Menschen versagte Ludwig in Chemnitz die Gedenktafel des Rotary- Clubs am Roten Turm.
    Darüber konnte ich mich C. Hahn jun. mal in Ingolstadt zwanglos austauschen!
    Ich kann mich nicht an einen einzigen Arbeitsplatz erinnern, den Linke oder Grüne zu verantworten hätten.
    Aber fordern!

  • 7
    2
    cn3boj00
    03.10.2020

    KK an seinen Reden zu bemessen ist ein wenig kurz gedacht. Klar seine Nachfolger reichten da bei weitem nicht ran und konnten die Sachsen in keinster Weise würdig repräsentieren. Doch Worte sind eben das eine. Man muss auch die Taten sehen. Das wir uns wieder Freistaat nennen dürfen, nun ja, auch nur ein Wort. Der alte Freistaat war Deutschlands Innovations- und Industrieschmiede. KK hat Sachsen mit seiner Niedriglohnpolitik zur verlängerten Werkbank des Westens gemacht, statt dafür zu sorgen dass hier wieder Spitzenunternehmen ihren Sitz fanden. Das wird uns für immer belasten. Ob er ein Glücksfall war weiß man daher nicht, andererseits war die Auswahl wahrlich nicht groß.

  • 15
    5
    censor
    03.10.2020

    acals, es dürfte selbst Ihnen nicht entgangen sein, dass die Zerschlagung der DDR-Wirtschaft nicht dem Programm einzelner Landesregierungen unterstand, sondern von der im Auftrag der Bundesregierung handelnden Treuhand durchgeführt wurde.

    Sachsen hatte als Wirtschaftsmotor der DDR wesentlich mehr zu verlieren als die anderen 4 neuen Länder. Ich halte es Biedenkopf zugute, dass vieles nicht ganz so schlimm gekommen ist wie anderswo.

    Und vor allem: Biedenkopf hat die Sachsen nie "nach Wessiart" von oben herab regiert, sondern ihr Selbstbewusstsein gestärkt und sie zum Selbstanpacken angeregt. Das wollte ich mit meinem Kommentar ausdrücken.

  • 10
    6
    Malleo
    03.10.2020

    ernstel
    Es ist die Sicht von Biedenkopf.
    Jene, die nicht wissen, woher sie kommen, wissen auch nicht wohin sie wollen, können unbenommen eine Andere haben.
    Sie gehören dazu?

  • 21
    4
    Freigeist14
    03.10.2020

    Zugegeben war Kurt Biedenkopf als Person ein Glücksfall für Sachsen . Man vergleiche mit den früh gescheiterten Ministerpräsidenten anderer Länder,außer Manfred Stolpe . Kein Glücksfall waren die vollständige Besetzung der Staatskanzlei mit Westdeutschen und deren mitgebrachter Seilschaften , die bis heute Einfluss und Macht besitzen .

  • 10
    20
    ernstel1973
    03.10.2020

    Malleo: Sachsen ist nicht 'besonderer' als andere BL. Diese kindische und kleingeistige Selbsterhöhung gehört ins monarchische Mittelalter und nicht ins 21. aufgeklärte Jahrhundert.

  • 15
    4
    Tauchsieder
    03.10.2020

    Die Überschrift des Artikels ist etwas irreführend. Sie sollte eher heißen: Abgeschoben wurde!
    Im Westen war seine politische Karriere so gut wie erledigt.

  • 22
    6
    Malleo
    01.10.2020

    Sachsen war besonders.
    …die eigene historische Identität und kulturelle Bedeutung Sachsens sind (zu
    keinem Zeitpunkt) in Vergessenheit geraten. Die Bevölkerung ist stolz auf ihr Land
    und die Einzigartigkeit.
    Dieser Stolz und die Erinnerung an die Leistungen der Vorfahren während fast 1000 Jahren sächsischer Geschichte verliehen ihr auch die Kraft für Wiederaufbau und Neubeginn….
    Sie hat meine Überzeugung bestätigt, dass den Menschen ohne ihre bewusste
    Verankerung in der Kultur ihres Landes das für die wirtschaftliche und soziale
    Ordnung und ihre nachhaltige politische Gestaltung notwendige Fundament fehlt.
    Es sind die historischen und kulturellen Erfahrungen, aus denen sich die mit der
    Freiheit verbundenen Verantwortungen ebenso erklären wie die Notwendigkeit der
    Begrenzung“

    Kurt Biedenkopf

    Ich kenne keine sächsischen Politiker dieser CDU- von anderen Parteien erwarte ich das nicht-, der diese emotionale Sicht auf den Freistaat hat.

  • 17
    13
    acals
    01.10.2020

    Biedenkopf, @censir, war von 1990 - 2002 MP in Sachsen-

    Wie kann er ab 1990 NACH beispiellosem Raubbau Würde zurückgegeben haben?

    Entweder, oder ... manchmal hilft es sich das eigene Geschriebs laut vorzulesen.

  • 21
    15
    censor
    01.10.2020

    Ja, König Kurt kann schon auf Erfolge zurückblicken. Er galt in Kohls BRD im Westen als "Querdenker" und hat Sachsen nach einem beispiellosen Raubbau, den die Wendefolgen an den Menschen verübt haben, die Würde zurückgegeben und ihr Selbstbewusstsein gestärkt.

    Er hat uns Hilfe zur Selbsthilfe geboten und uns nicht nach Wessimanier bevormundet, sondern ist wie einer von uns aufgetreten.

    Das hat ihn immer glaubhaft gemacht, und die Sachsen sind unter seiner Führung nicht selten einen eigensinnigen Sonderweg gegangen, während sich andere Bundesländer am Bundeskurs ausrichteten.

    Seine unmittelbaren Nachfolger - weder Milbradt noch der "Ostsachse" Tillich - konnten ihm das Wasser reichen.

    Jetzt haben wir wieder einen Sachsen als MP - hoffen wir, dass er seiner Linie treu bleibt und der alten Biedenkopf-Tradition folgt - immer mal eigene Wege zu beschreiten und gegen den Strom zu schwimmen, welchen das Adenauer-Haus in Berlin vorgibt.

    Gute Ansätze sind vorhanden. König Kurt, passen Sie ein bisschen auf.