Corona-Lage in Sachsen: Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen sinkt auf 742,2

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Die aktuellen Entwicklungen rund um die Pandemie in Sachsen im Überblick.

Die Sieben-Tage-Inzidenz von Corona-Neuinfektionen ist in Sachsen nach einem stetigen Aufwärtstrend erstmals wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch einen Wert von 742,2, was bundesweit den höchsten Stand bedeutete. Am Vortag lag die Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - bei 759,3. Deutschlandweit lag der Wert am Mittwoch bei 319,5.

Die sächsischen Gesundheitsämter meldeten zwischen Dienstag und Mittwoch dem RKI 5835 neue Corona-Fälle. Damit wurden seit Ausbruch der Pandemie 390.183 Infektionen im Freistaat registriert. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen stieg um 32 auf jetzt 10 578.

Am heftigsten tobte die Pandemie laut RKI im Landkreis Meißen, aus dem eine Inzidenz von 1304,6 gemeldet wurde - der höchsten bundesweit. Auch die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Bautzen wiesen Werte oberhalb der 1000er-Marke auf. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz wurde mit 390,6 in Leipzig registriert.

Neue Corona-Verordnung für Sachsen ab Montag: Das schwarz-grün-rote Kabinett hat sich am Dienstag auf Eckpunkte für neue Regeln verständigt - die im Detail noch von einer Entscheidung des Bundestags abhängen. "Freie Presse" mit den wichtigsten Fragen und Antworten.

Corona-Lage in Chemnitz

Infektionsgeschehen: Die 7-Tage-Inzidenz in Chemnitz bleibt hoch. Nach 261 neuen Fällen binnen 24 Stunden gab das Robert-Koch-Institut den Wert am Mittwoch mit 600,7 an (Vortag: 604,7). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung steigt um 3 auf 567. Aktuell sind allerdings noch weniger Krankenhausbetten mit Covid-19-Patienten belegt als in der heftigen zweiten Welle im Winter. Um Weihnachten 2020 herum mussten 343 Personen stationär behandelt werden, davon 46 auf der Intensivstation. Am Dienstag waren es 167 Personen in den Krankenhäusern der Stadt, davon 29 auf der Intensivstation. Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Laut Stadt sind momentan 12 Pflegeheime, 6 Schul- und Horteinrichtungen und 15 Kitas von Corona betroffen.

Chemnitzer Weihnachtsmarkt baut nach dem Hoffnungs-Prinzip auf: Händler und Schausteller üben sich in Optimismus. Im Stadtrat wird derweil über einen außergewöhnlichen Schritt nachgedacht. 

Die Kulturszene in der Coronakrise: Zwei Wissenschaftlerinnen der TU Chemnitz haben eine Untersuchung zur Situation von Kulturschaffenden während der Coronakrise erarbeitet.

Bürgermeister lässt Stadtrat komplett testen: Eine Schlange steht vor der Sitzung des Stadtrates vor dem Rathaussaal in Burgstädt. Wegen der Verschärfung der Coronapandemie werden alle Teilnehmer vom Malteser Hilfsdienst getestet - egal ob genesen, geimpft oder bereits getestet. Nicht bei jedem stößt die Maßnahme auf Akzeptanz. So fragt die AfD-Fraktion, welche rechtliche Grundlage es dafür gibt. Bürgermeister Lars Naumann (FWB) verweist auf das Hausrecht und sagt: "Ich habe dabei ein gutes Gewissen, weil ich gegen eine Ungleichbehandlung bin."

Bürgerversammlung mit 2G-Regel: An der Bürgerversammlung für die Ortsteile Limbach und Oberfrohna an diesem Donnerstag, 18. November, im Esche-Museum dürfen aufgrund der aktuellen sächsischen Corona-Schutzverordnung nur Einwohner mit Impf- oder Genesenennachweis (2G-Regel) teilnehmen. Darauf weist die Stadtverwaltung hin. Außerdem gelte bis zum Sitzplatz Maskenpflicht. Zur Versammlung würden Bürgermeister Robert Volkmann und weitere Vertreter der Stadtverwaltung über aktuelles Geschehen und geplante Bauvorhaben in den beiden Ortsteilen informieren. Zudem sollen ein Ausblick auf kulturelle Höhepunkte in den kommenden Monaten gegeben und Fragen der Gäste beantwortet werden.

Sprays vom DDR-Duft zur Desinfektion: Mit einer neuen Abfüllanlage will Tunap die Produktion erweitern. Pro Tag können mehr als 100.000 Dosen zusätzlich hergestellt werden. Das hilft auch in der Coronakrise.

Corona-Lage in Zwickau

Infektionsgeschehen: Im Landkreis ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch auf 561,8 gesunken (Vortag: 634,2). Laut RKI wurden in den vergangenen 24 Stunden 436 neue Corona-Infektionen gemeldet. 34.447 Menschen haben sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert. Die Anzahl der Todesfälle im Landkreis steigt um 3 auf 1093.

Bergparade in Zwickau abgesagt - Bangen um den Weihnachtsmarkt: In Zwickau wird es in diesem Jahr in der Adventszeit keine Bergparade geben. Der für den 11. Dezember, dem Samstag vor dem dritten Advent, geplante Umzug durch die Innenstadt ist abgesagt worden.

Wildenfels sagt Weihnachtsmärkte ab: Der Wildenfelser Bürgermeister Tino Kögler (parteilos) hat alle in Wildenfels geplanten Weihnachtsmärkte abgesagt. Dem ist laut Kögler eine gemeinsame Entscheidung mit dem Stadtrat und den beiden Feuerwehrvereinen Härtensdorf sowie Wiesenburg vorausgegangen. Zuvor hatte im Raum Zwickau Meerane abgesagt, hinzu kommt der kleine Ortsteil-Weihnachtsmarkt im Glauchauer Wehrdigt. Weitere Absagen sind bislang nicht bekannt. Das Pyramidenandrehen in Wildenfels mit dem Posaunenchor findet Kögler zufolge jedoch wie geplant am 27. November, 15 Uhr statt. Zudem weist der Bürgermeister darauf hin, dass das Testzentrum im Rathaus, Poststraße 26, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr wieder geöffnet ist.

Die Auswirkungen der Pandemie auf Suchtkranke: Suchttherapeutin Conny Rosemann-Dittrich schätzt, dass Auswirkungen der Coronapandemie erst in einigen Jahren deutlich werden - Ein Betroffener hilft heute anderen Kranken. 

Kaminer-Lesung auf Juni 2022 verschoben: Aufgrund der Coronasituation wird die für 21. November geplante Lesung mit Wladimir Kaminer im Alten Gasometer in Zwickau verschoben. Als neuer Termin ist der 2. Juni 2022 vorgesehen. Die bereits ausverkaufte Veranstaltung könne durch die neuerliche Begrenzung der Besucherkapazität aktuell nicht durchgeführt werden, heißt es. Die Tickets behalten für den Ersatztermin ihre Gültigkeit, sagt Ben Ulke, Sprecher des Gasometers. Ganz abgesagt worden ist das für den 3. Dezember geplante "Rudelsingen". "Nach der erfolgreichen Zwickauer Premiere werden wir die heitere Sangesrunde aber auf alle Fälle fortsetzen, sobald es uns möglich ist, wieder normale Veranstaltungen durchzuführen", sagte Ulke dazu.

Vernissage wegen Corona abgesagt: Die Ausstellung, Bernd Gröber: Die siebte Dimension", die ab Donnerstag bis 2. März kommenden Jahres im Hotel "First Inn" in Zwickau geplant ist, findet statt, allerdings wurde wegen Corona die für Donnerstag geplante Vernissage abgesagt. Das sagt Renate Lang vom Kunst- und Kulturförderverein Fraureuth, der die Ausstellungen organisiert. Wer die Bilder im "First Inn" sehen will, kann das unter Einhaltung der 2G-Regel tun.

Gesprächsgruppe muss ausfallen: Die monatliche Gesprächsgruppe für Angehörige von Demenzkranken am Rudolf-Virchow-Klinikum muss am heutigen Dienstag entfallen. Das teilte Kliniksprecherin Tina Schultz mit. In der aktuellen Gesamtsituation sei man gezwungen, die Veranstaltung abzusagen. Für Fragen oder persönliche Anliegen stünde das Klinikteam zur Verfügung. Betroffene könnten sich an das Sekretariat der Klinik für Psychiatrie unter Ruf 03763 431800 wenden. Auch der Termin im Dezember entfällt laut Schultz. Wie es im neuen Jahr weiter geht, hänge von der dann aktuellen Entwicklung im Hinblick auf die Corona-Inzidenzen ab.

Stadtratssitzung verschoben: Die für den gestrigen Montag geplante Sitzung des Lichtensteiner Stadtrates ist kurzfristig verschoben worden. Als Begründung gibt das Rathaus die aktuelle Coronalage und die Unterbrechung konkreter Infektionsketten an. Geplant ist nun, die Sitzung am Mittwoch, 24. November, ab 18 Uhr im Neuen Rathaus durchzuführen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem eine Entscheidung über die Zukunft der Kinder- und Jugendstation am DRK-Krankenhaus in Lichtenstein. Die Räte sollen darüber abstimmen, ob Bürgermeister Nordheim in der Gesellschafterversammlung gegen eine mögliche Schließung der Station stimmt. Die Stadt hält einen Anteil von zehn Prozent und hat bei bestimmten Grundsatzentscheidungen ein verstärktes Mitspracherecht.

Coronabedingte Abstriche beim Ökumenischen Thementag: Unter dem Motto "Reichweite Leben" wird am Mittwoch in Zwickau ein Ökumenischer Thementag stattfinden. Aufgrund der aktuellen Infektionszahlen und den damit verbundenen Einschränkungen muss dieser allerdings in gekürzter Form stattfinden. Statt der geplanten fünf dezentralen Gottesdienste gibt es nun lediglich vier Gottesdienste in der Katharinen- und der Friedenskirche in Zwickau, in der Christophoruskirche in Eckersbach und der Versöhnungskirche in Neuplanitz, sagt Pfarrer Andreas Marosi von der evangelich-lutherischen Stadtkirchgemeinde Zwickau. Die Veranstaltung im Peter-Breuer-Gymnasium fällt aus. Stattdessen wird es das Abschlussreferat von Wolfgang Wetzel (Diplom-Sozialpädagoge aus Zwickau) zum Thema "Außer Reichweite? Sollen Christen sich politisch betätigen?" als Online-Veranstaltung geben - www.oekumenischerweg.de.
Mit dem Thementag soll es jährlich eine größere Veranstaltung in einer Region Sachsens geben, bei der verschiedene Aspekte der Themenfelder Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung eine Rolle spielen und gemeinsam bearbeitet werden. Gleichzeitig ist es die Möglichkeit, einander zu begegnen, in Austausch zu treten und Impulse aufzunehmen. Dieser Tag soll Gemeinden und Menschen ermutigen, sich weiterhin für Chancengleichheit, gewaltfreie Konfliktlösungen und nachhaltiges Handeln einzusetzen, sagt Marosi.

Besuchsverbot in Pleißental-Klinik: In der Pleißental-Klinik in Werdau gilt ab dem heutigen Dienstag ein generelles Besuchsverbot. "In Anbetracht der rasant steigenden Inzidenz von Covid-19-Erkrankungen in der Region ist auch die Pleißental-Klinik Werdau leider gezwungen, ab dem 16. November zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter wieder ein generelles Besuchsverbot einzuführen", teilte die Einrichtung am Montag mit. Ausgenommen vom Verbot seien Besuche zur Sterbebegleitung auf allen Stationen, Besuche auf der Kinder- und Palliativstation sowie eine Begleitperson im Geburtensaal. Besucher müssen einen negativen Covid-19-Antigen-Schnelltest vorlegen - unabhängig vom Impfstatus, heißt es in der Mitteilung.

Corona-Lage im Vogtland

Infektionsgeschehen: Im Vogtland steigt der Inzidenz-Wert weiter deutlich: Am Mittwoch meldet das RKI für den Landkreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von 806,6. 371 neue Coronafälle wurden binnen eines Tages gemeldet, damit steigt die Anzahl der Infektionen im Landkreis seit Beginn der Pandemie auf 22.961. Laut RKI sind 853 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, es kam ein neuer Todesfall hinzu.

Landrat des Vogtlandkreises fordert Bundeswehr an: Der Landrat des Vogtlandkreises Rolf Keil (CDU) stockt das Coronateam des Gesundheitsamt um ein Vielfaches auf. 114 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort ab sofort im Einsatz - 86 mehr als noch vor wenigen Tagen.

Shitstorm und Zuspruch für 2G in Gaststätten: Einige Lokale haben geschlossen - doch viele öffnen weiterhin und sind sogar gut besucht. Die Wirte sind zwischen die Fronten geraten, im Netz gibt es Anfeindungen. 

Selbsttest positiv - Mann blitzt beim Hausarzt ab: Weil seine Tochter zu Besuch kommen wollte und er sich nicht wohl fühlte, hat ein 61-jähriger Lengenfelder daheim einen Covid-19-Selbsttest durchgeführt. Ergebnis: positiv. Daraufhin, so schildert er der "Freien Presse", habe er das Gesundheitsamt informiert, das ihm sagte, er solle den Hausarzt kontaktieren. Als er dort anrief, habe ihm die Schwester jedoch eröffnet, dass er nicht in der Praxis behandelt werde. Er solle sich ans Gesundheitsamt wenden. Die hätten das Ganze ja auch eingebrockt. "Ich rief also erneut beim Gesundheitsamt an, wieder verwies man mich an den Hausarzt." Denselben Rat erhielt er unter der Servicenummer 116117. "Da dreht man sich im Kreise", ärgert sich der Mann. Über seine Frau sei es ihm schließlich gelungen, bei einem anderen Arzt am nächsten Tag einen PCR-Test machen zu lassen und die Krankschreibung zu erhalten, die er als Berufstätiger ja braucht. "So darf das nicht laufen", ist er überzeugt. Welche Pflichten obliegen einem Hausarzt in so einem Fall? "Freie Presse" fragte im Robert-Koch-Institut in Berlin nach. Die Pressestelle verwies weiter an Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung. "Nach Ansicht der Sächsischen Landesärztekammer darf ein Arzt einen Corona-Erkrankten nicht abweisen", teilte deren Sprecher Knut Köhler mit. Das Gesundheitsamt behandele nicht und habe daher zurecht auf den Hausarzt verwiesen. Köhler riet: "Der betreffende Patient möge sich bitte mit ‚Ross und Reiter‘ gegenüber der zuständigen KV Sachsen beschweren." Für die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen bestätigte Pressesprecherin Katharina Bachmann-Bux, dass nach einem positiven Selbsttest generell ein PCR-Test beim Hausarzt folgen solle. "Wenn wir den Fall konkret vorliegen haben, können wir dem auf den Grund gehen", sagte Bachmann.

Corona-Lage im Erzgebirge

Infektionsgeschehen: Der Inzidenzwert im Landkreis liegt am Mittwoch bei 799,6. Laut RKI wurden binnen eines Tages 591 Neuinfektionen registriert. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Erkrankungen seit Pandemiebeginn im Erzgebirgskreis auf 41.588. Seit Beginn der Pandemie sind 981 Menschen im Landkreis im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben.

Nächste Erzgebirgs-Stadt sagt Weihnachtsmarkt ab: Ob die Weihnachtsmärkte in der Region dieses Jahr wirklich stattfinden, scheint weiter ungewiss. Mit Eibenstock hat sich nun jedenfalls die nächste Erzgebirgs-Kommune gegen das Durchführen der Veranstaltung entschieden.

Städte halten an Weihnachtsmärkten fest: Traditionell, aber sicher - so sollen die Weihnachtsmärkte in Freiberg, Annaberg, Schneeberg, Marienberg, Schwarzenberg und Olbernhau über die Bühne gehen. Am Montag wurden die Pläne vorgestellt.

Deutlich mehr Andrang in den Testzentren: Seit Kurzem sind Schnelltests wieder kostenlos. Die Erzgebirger finden das gut. Einige Testanbieter haben ihre Öffnungszeiten bereits angepasst, andere wollen bei Bedarf folgen.

Impfteams in Region unterwegs: Mobile Impfteams sind in dieser Woche in der Region unterwegs. Möglichkeiten zum Impfen gegen Corona bestehen am Freitag, 9 bis 15.30 Uhr, sowie am Samstag, 9 bis 15.30 Uhr, in der Impfambulanz in Grünhain-Beierfeld, Pestalozzistraße 12. Am Samstag kann man sich auch zwischen 9 bis 15.30 Uhr im Bürgerhaus in Lößnitz, Marktplatz 13, impfen lassen, wie das DRK Aue-Schwarzenberg informiert.

Gespaltene Meinung zu Lüftungsanlagen an Schulen: Bessere Raumluft für Kinder in den städtischen Einrichtungen mit Hilfe teurer Technik: Dieses Ziel strebt Pockau-Lengefeld an. Doch im Stadtrat gibt es deutliche Kritik - vor allem aus einem Grund.

Corona-Lage in Mittelsachsen

Infektionsgeschehen: Das RKI meldet für den Landkreis am Mittwoch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 649,8 (Vortag: 626,9). Innerhalb von 24 Stunden sind 380 Neuinfektionen gemeldet worden. Seit Pandemiebeginn sind im Landkreis Mittelsachsen 32.534 Menschen am Coronavirus erkrankt. Die Anzahl der Todesfälle bleibt bei 724.

Wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilte, befinden sich in den Kliniken in Mittelsachsen derzeit 77 Covid-19-Patienten auf Normalstation, 17 Patienten werden auf der Intensivstation beatmet.

Arztpraxen beim Impfen oft am Limit: Sachsens Sozialministerin hat am Montag angekündigt, die Kapazität für die Coronaschutz-Impfung zu erhöhen. Derweil ist jetzt schon die Nachfrage bei impfende Hausärzten in Mittelsachsen enorm.

Hochschule wieder im Digitalunterricht: Ab Ende des Monats bleiben in Mittweida wieder viele Hörsäle leer. Die Bildungseinrichtung reagiert damit auf das Pandemiegeschehen. Schon jetzt gibt es auf dem Campus neue Einschränkungen.

Wer setzt FFP2-Pflicht in der Bahn durch? Für die Durchsetzung der seit vergangener Woche geltenden FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr sieht sich die City-Bahn Chemnitz nicht zuständig. Wie Pressesprecher Falk Ester auf "Freie Presse"-Anfrage erklärte, sieht das Unternehmen vielmehr die Sicherheitsbehörden in der Pflicht, die neue Regelung in den Fahrzeugen umzusetzen. Die City-Bahn bedient in Mittelsachsen mehrere Zugstrecken, unter anderem verbindet sie Chemnitz auf der Schiene mit Mittweida, Frankenberg und Hainichen

Warum nach Rochlitz kein Impfteam kommt: Der für Donnerstag geplante Termin durch das DRK ist abgesagt. Aber es soll neue Daten geben. Dazu gab es Klärungsbedarf.

Wendt & Kühn verlegen Schautage nach draußen: Die Grünhainichener Manufaktur hat sich ein Konzept unter Pandemiebedingungen überlegt. Das soll ohne 2G- und 3G-Regelung auskommen

Amt schließt nach Coronakontrolle eine Einrichtung: Wegen eines fehlenden Hygienekonzeptes ist in der vorigen Woche eine erste Einrichtung in Mittelsachsen geschlossen worden. Das teilte Kreissprecher André Kaiser am Montag auf Anfrage von "Freie Presse" mit. Jeden Tag kontrollierten in Mittelsachsen drei Teams - bestehend aus je zwei Mitarbeitern des Landratsamtes und einem Polizisten - die Umsetzung der Coronaschutzverordnung. "Auch am Wochenende fanden Kontrollen statt", bestätigte Kaiser. Schwerpunkt sei die Umsetzung der 2G- beziehungsweise 3G-Regel. Die Teams besuchten unter anderem Spielhallen und Gaststätten, wo nur noch Genesene und Geimpfte Zutritt haben dürfen. Eine Einrichtung sei schon am ersten Tag der Kontrollen in der vorigen Woche wegen eines fehlenden Hygienekonzeptes geschlossen worden. Näheres dazu sagte Kaiser nicht. "Die Kontrolleure gehen mit Sensibilität vor, schauen sich die Bedingungen vor Ort an - von der Registrierung der Kontakte, über Desinfektionsmittelspender, Lüftungsmöglichkeit, Organisation der Prüfung der Geimpften und Genesenen bis hin zu Hygienekonzepten", so Kaiser. Die Betreiber hätten sich in den allermeisten Fällen gegenüber den Kontrolleuren konstruktiv verhalten und deren Arbeit unterstützt. Je nach Einzelfall gebe es Mahnungen und Nachkontrollen.

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