Protestforscher sehen bei Pegida großes Potenzial für die AfD

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Immer radikaler, aber nicht nach rechts gerückt: Zwiespältig beschreibt die jüngste Patzelt-Studie nach erneuten Befragungen im Januar die Teilnehmer der Dresdner Proteste.

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22 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    gelöschter Nutzer
    27.02.2016

    Als ich die Überschrift dieses Beitrags oben las und den ersten Absatz überflog, dachte ich mir gleich, hier wird von Beginn an wieder versucht stupide zu suggerieren, dass Protestierende, Pegida, AfD und die rechte Szene wieder einmal in einem Topf zu sehen seien.
    Wenn man aber den Text über die Durchführung der Befragungen liest merkt man, dass doch viele neutralen Ansätze vorhanden sind, dass hier wirklich nach der Wahrheit gesucht wurde.
    Was Werner Patzelt anbelangt, so freue ich mich, dass er zurzeit nicht gemäß der im Lande NOCH VERBREITETEN arroganten und ignoranten Intoleranz der „Toleranten“ vorgeht.
    Mit dieser Studie werden doch sämtliche falsche Meinungen unserer „Spitzen“politiker über Pegida etc. widerlegt. Pegida ist also doch nicht nur das rechte Pack.
    Denn laut der Studie des Politikwissenschaftlers Werner Patzelt aus der Befragung am 18. Januar gehen doch folgende Ergebnisse hervor.
    Als "eindeutige Rassisten" wurden maximal zehn Prozent eingestuft. Dass die linken Politiker dann die zufällig daneben Stehenden einfach mitrechnen, ist ja wohl klar. Wieso wird unter dem Punkt „Kritik…..polit. Haltung der Demonstranten“ prompt das rechte Spektrum in die Pegida hineininterpretiert. Es wird der Eindruck erweckt, dass aggressives Verhalten bei den Befragungen auf das rechte Spektrum hindeuten solle.
    Wenn es um illegale Einwanderer geht durfte in unzähligen Fällen nicht einmal ausgesprochen werden, was tatsächlich passierte und aufgenommen wurde, geschweige denn irgendetwas hinein zu interpretieren. Igitt, die Wahrheit! Außerdem haben Straftaten von illegalen Einwanderern (außer Mord und GEGLÜCKTE Vergewaltigungen natürlich) KEINEN EINFLUSS AUF DAS ASYLVERFAHREN----aber wenn es um die Gegenseite geht, da wird die Lupe angesetzt und dann statt der Maus denn gleich der Elefant auf eine gesamte Gruppe projiziert. Die Linken dürfen das. Aber wehe dem neutralen Bürger, wenn er auch nur einen vernünftigen Gedanken andeutet. Zurzeit scheint der Verstand etwas mehr durchzukommen, sodass man mittlerweile mehr sagen darf als vor einigen Monaten.
    Das Schubladendenken ist jedenfalls mit dieser Studie zunichtegemacht, dass alle von Pegida rechts eingestellt seien. Aber das werden die Linksradikalen nicht in den Kopf bekommen.
    Klar ist dann aber auch, dass die Linken mit solchen Einwände kommen wie:
    „Die Aggressivität derjenigen, die sich der Befragung verweigerten, verstärke den Zweifel, ob es sich bei den an der Befragung teilnehmenden Personen um den Demonstrations-Durchschnitt handelt.“
    Da frage ich, sind denn nur die Rechten aggressiv? Wie aggressiv sind denn die linken? Die brüllen doch Parolen wie „Deutschland verrecke“ und „Nie wieder Deutschland“. Das sind doch die, die unsere Bahnhöfe zerstören, während sie Sozialhilfe kassieren. Nach dem Motto: „Harz 4 und der Tag gehört dir“
    Ich kann mir vorstellen, dass bei der Enttäuschung über unsere Politik gerade die ernüchterten Linken in Pegida und nicht die Rechten sich keinen Befragungen stellen wollten.
    Das ganze Gelaber und die Angstmacherei, dass AfD immer mehr nach rechts rutschen würde ist für Realisten widerlegt. Laut Patzelt lässt sich seit Frühsommer 2015 „kein Rechtsruck“ bei den Pegida-Demonstranten feststellen.
    Es war/ist also eine Verhetzung, eine Entstellung dieser Gruppe, immer diesen kleinen rechten Anteil als repräsentativ darzustellen. (Übrigens ist die linksradikale Politik auch Schuld daran, dass eine kleine Minderheit der Rechten Flüchtlingshäuser in Brand steckt.)
    Man kann nicht alles der AfD anhängen. Das hätten die großen Altparteien natürlich gerne. Da AfD die stärkste Stimme der Realität ist, welche man doch ignorieren will, macht man die AfD einfach zum Sündenbock für alles. Aber man kann sein eigenes Volk nicht endlos beruhigen und dumm halten. Man kann nicht die krassesten gefundenen, dann überspitzten Gewaltszene nehmen, diese einfach mit AfD und Pegida gleichsetzen, gemeinsam pürieren und in einen Sack PACKen der zu ignorieren sei.
    Soweit geht Patzelt glücklicherweise nicht. Er schwimmt irgendwo zwischen den streitenden Parteien umher.
    Dass Patzelt aber so weit geht zu sagen: Wir sollten begreifen, dass AfD und Pegida dasselbe sind", kann ich nicht nachvollziehen.
    Das ein großer Teil von Pegida die AfD wählen weil es in der vernünftigen Mitte neben AfD keine Alternative gibt, ist doch mehr als verständlich. Die CDU überholt die Grünen doch links!
    Das sagt noch lange nicht, dass AfD und Pegida dasselbe sind. Wenn ich Nüsse im Kuchen habe, so sind der Kuchen und die Nüsse noch lange nicht dasselbe! Beim besten Willen!
    Ein bisschen mehr Differenzierung hätte ich dem guten Mann nach all der Arbeit dann doch noch zugetraut.
    @ „dass es bei den Anhängern von Pegida erhebliche Defizite im Verständnis von demokratischen Abläufen und Rechtsstaatlichkeit gebe.“
    Pegida sieht und prangert das Problem an, dass die Vermischung der Kulturen, also Multikulti bei uns nicht funktioniert. Dieser Meinung war vor einigen Jahren erstaunlicherweise sogar Merkel noch gewesen.
    Die AfD hingegen ist für alle Bereiche der Politik zuständig und hat auch für alle Bereiche vernünftige Antworten. Das ist der große Unterschied. Zu viele Bürger haben sich jedoch noch nie direkt und ungefiltert die Seite der AfD angehört und lassen sich weiterhin speisen von den Märchen der bei uns noch dominierenden Parteien. Die haben doch einen Riesenspaß daran, die vernünftigen Antworten der AfD als radikal und unmenschlich darzustellen und zu entstellen. Dies tun sie, um ihre eigene größenwahnsinnige Politik zu verharmlosen und nicht komplett zugeben zu müssen. Alle anderen Länder um uns herum sind demnach herzlose Unmenschen. Wer Mutter Merkel Theresa nicht folgt und das Land nicht mit destabilisiert ist automatisch geächtet.
    Anscheinend fällt die Mehrheit IN UNSEREM LAND auch nach durchweg gegenteiligen Erfahrungen immer noch auf das groteske Gelaber herein, dass die Menschen, die aus den Kriegsgebieten (wo Mord und Totschlag und nicht Bildung an der Tagesordnung sind) durch das Überschreiten der deutschen Grenzen den Krieg hinter sich lassen und integrieren lassen, egal wie viele. Jeder, der Krieg erlebt hat, behält diesen im Kopf. Und wehe, er wird unter Druck gesetzt. Dann ist er wieder der Krieger. Versuche Sie doch einmal, einen Kriegsveteranen anzugreifen, sie werden sich wundern wie prompt der Krieger in ihm wieder erwacht. Selbst viele normalen und unbescholtenen Bürger konnte man nach jahrelangen Kriegseinsätzen mit traumatischen Erlebnissen nicht mehr in den normalen Alltag integrieren. Aber WIR DEUTSCHEN SCHAFFEN das Unmögliche mit allen, die da kommen. Glücklicherweise merken langsam auch wir Deutschen, dass wir schon wieder einem Größenwahn anderer Art aufgesessen sind. Dem übermächtigen Gutmenschentum. Hoffentlich lassen wir uns für das Aufwachen nicht zu viel Zeit. Realität ist keine Hetze. Aber Hetzen der Realisten ist intolerant. Bei den Ländern um uns herum ist diese Wahrheit etwas früher angekommen.
    Die illegalen Einwanderer sagen immer wieder selbst aus, dass Sie vor der deutschen Polizei keinen Respekt haben, da diese zu weich sei. Ganz verständlich, Sie ordnen sich gewohnheitsgemäß nur autoritären und durchgreifenden Soldaten und Polizisten unter. Aber diese Logik ist zu hoch für unsere dominierenden Politiker.
    Die AfD ist unter anderem dafür, dass die Gesetze eingehalten werden, (und einen Tiger bändigt man ZU SEINEM EIGENEM BESTEN anders als ein Kätzchen). Die AfD ist dafür, dass nicht dauernd irgendwelche Beschlüsse heimlich vollzogen werden, dass das Volk nicht dauernd Änderungen von Gesetzen und Verordnungen gegen den Willen der Bürger klammheimlich vollzogen werden. Die AfD ist unter anderem für eine Kontrolle der illegalen Einwanderung. Das ist für mich Vernunft und nicht ein schwachsinniges Mantra „Wir schaffen das“.
    Wir sollten uns nicht länger gegenseitig bekämpfen sondern uns endlich für vernünftige und vor allem differenzierte Politik einsetzen. Also genauer hinschauen, was die AfD wirklich im Kern macht, nicht von irgendwelchen radikalen Einzelfällen ausgehen, die gibt’s auch linksseitig. Genauer schauen, wie wir den wahren Opfern mit Vernunft und Effektivität helfen und nicht zum wiederholten Mal wieder einmal wie größenwahnsinnige Übermenschen handeln. Bleiben wir doch mal normal wie die anderen Nationen auch. Sonst werden wir bald nichts mehr SCHAFFEN.
    Flüchtende Menschen sollten wir irgendwo im Nahen Osten unterstützen, das wäre in allen Hinsichten effektiv. Was und wie unsere Spitzenpolitiker es machen ist beides: Sowohl ineffektiv als auch ineffizient.
    Und wieder lacht die Welt uns aus für unsere Manipulierbarkeit. Nach dem großen Irrtum vor rund 80 Jahren zerstören wir diesmal nicht andere Länder sondern unser eigenes Land. Das sagen uns bereits zunehmend die wahren dort verfolgten Flüchtlinge. Sie verloren ihre erste Heimat und werden als nächstes auch aus Deutschland fliehen müssen wenn wir so weitermachen.
    (Falls jemand Rechtschreibfehler findet, die habe ich mit Absicht versteckt, damit auch die Rechtschreibfehlersuchenden Spaß beim Lesen haben)

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    Haecker
    26.02.2016

    Dass sich die meisten Pegida-Demonstranten "der Mitte" zugehörig bezeichnen, ist wohl selbstverständlich. Auf der anderen Seite - z.B. bei xy-nazifrei oder Occupy, ebenso Politologen und Soziologen, die gegen den Totalitarismus-Begriff fauchen - sieht es nicht anders aus. Niemand will "Extremist" sein. Und viele der Pegida-Parolen könnte man ja durchaus als "links" einordnen: anti-kapitalistisch, anti-amerikanisch, gegen Banken, gegen die NATO, gegen jegliche Militäreinsätze, gegen TTIP, russlandfreundlich. Ebenso, wie auch Leute von xy-nazifrei Auto fahren und in etablierten Parteien tätig sind.

    Wenn ich bedenke, wie Pegida schon im Dezember 2014 von Medien und vielen Politikern dargestellt wurde, kann ich mir gar nicht denken, dass diese Bewegung noch weiter nach rechts abdriften könnte. Schon damals behaupteten viele, dass das alle lauter Nazis seien. Schon damals riefen manche "Verharmlosung", wenn Pegida nur als "rechtspopulistisch" zu bezeichnet wurde. Wie wurde Frank Richter angefeindet, als er einen Diskurs mit Anhängern von Pegida in die Wege leitete! Wie wurde Sigmar Gabriel angefeindet, als er bei so einer Veranstaltung in der Landeszentrale für Politische Bildung zunächst zuhörte und dann mit einigen (nicht mit den Anführern!) auch diskutierte.

    Und ich kann auch durchaus verstehen, dass viele Pegida-Demonstranten Angst haben, sich gegenüber Medien und auch gegenüber Wissenschaftlern zu äußern, weil zu oft (nicht erst, seit es Pegida gibt) die Erfahrung gemacht wurde, dass Äußerungen negativ intepretiert werden und die Interpretation danach als die Äußerung selbst ausgegeben wurde. Es dürften wohl weniger die bekennenden Nazis sein (die es natürlich bei Pegida gibt), die Befragungen aus dem Weg gehen.

    Und übrigens haben schon vor einem Jahr sowohl Frank Richter, als auch der damalige Landesbischof Bohl sowie eine Gruppe ehemaliger Leipziger Bürgerrechtler festgestellt, dass es bei den Anhängern von Pegida erhebliche Defizite im Verständnis von demokratischen Abläufen und Rechtsstaatlichkeit gebe.