Was ist eine Blockabfertigung?

Den Begriff «Blockabfertigung» hat der eine oder andere vielleicht schon einmal gehört. Dennoch ist er vielen Autofahrern nicht geläufig. Ihn sollten aber alle kennen, die einen Tunnel passieren wollen.

Stuttgart (dpa/tmn) - In Verkehrsnachrichten im Radio ist immer wieder von «Blockabfertigung» etwa am Gotthardtunnel, am Karawankentunnel oder am Grenztunnel Füssen die Rede. Doch was bedeutet das genau?

Grundsätzlich wird eine Blockabfertigung immer dann verhängt, wenn durch hohes Verkehrsaufkommen die Kapazität eines Tunnels ausgeschöpft ist. In diesem Fall dürfen Autofahrer per Ampelregelung nur noch blockweise in die Röhre fahren. «Mit dieser Maßnahme soll im Tunnel zum einen die Staugefahr minimiert und zum anderen die Unfallgefahr reduziert werden», erläutert Stefanie Ritter, Unfallforscherin bei der Prüforganisation Dekra.

Hintergrund: Kommen auf einer zweispurigen Autobahn etwa 2000 Fahrzeuge pro Stunde noch einigermaßen zügig voran, müssen sich diese im Tunnel einen Fahrstreifen teilen. Logische Folge: ein Stau. «Das Abfangen dieses Ansturms erspart den Autofahrern also einen Verkehrskollaps im Tunnel mit allen daraus resultierenden Gefahren für die Verkehrssicherheit», sagt Ritter.

Da Blockabfertigungen meist entsprechend lange Staus nach sich ziehen, sollte man sich vor der Fahrt entsprechend darauf vorbereiten. Sprich: genügend Essen und Trinken einpacken. «Nicht vergessen sollten Eltern außerdem eine Beschäftigung für die Kinder», rät die Unfallforscherin. Schließlich gefährdeten gerade auch durch quengelnde Kinder gestresste Fahrer die Verkehrssicherheit auf den Straßen.

Außerdem zu beachten: «Denken Sie unbedingt schon bei stockendem Verkehr daran, eine Rettungsgasse frei zu halten, damit im Fall der Fälle schnell geholfen werden kann», sagt Ritter.

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