Was bringen Impfungen im Alter?

Am Donnerstag beraten Mediziner dazu kostenfrei am Lesertelefon

Gesund und fit bleiben will jeder. Doch bestimmte Alterungsprozesse lassen sich nicht aufhalten. Auch die Immunabwehr lässt nach - Bakterien und Viren haben zunehmend leichtes Spiel, sich auszubreiten. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts veröffentlicht jährlich eine aktualisierte Liste mit Impfempfehlungen. Für Menschen ab 60 Jahren gehören neben der Grippeimpfung die Impfung gegen Pneumokokken, die eine Lungenentzündung verursachen können, gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten dazu.

Seit Dezember wird auch die Impfung gegen Gürtelrose empfohlen und von den Krankenkassen bezahlt. Der Grund: Fast jeder Erwachsene über 50 ist in seinem Leben - meist als Kind - einmal an Windpocken erkrankt. Das Varizella-Zoster-Virus, das die Windpocken verursacht, nistet sich nach überstandener Erkrankung auch über Jahrzehnte in Nervenknoten nahe dem Rückenmark ein. Eine nachlassende Immunabwehr kann im Alter dazu führen, dass die bis dahin inaktiven Erreger reaktiviert werden - nicht als erneute Windpocken-Erkrankung, sondern als schmerzhafte Gürtelrose. Im Durchschnitt liegt das Erkrankungsrisiko für Gürtelrose bei rund 30 Prozent, bei Menschen ab 80 Jahren steigt es sogar auf 50 Prozent. rnw

Diese Ärzte beraten

Am Donnerstag von 10 bis 17 Uhr beraten folgende Mediziner am Lesertelefon unter der gebührenfreien Rufnummer 0800-0909290:

Dr. Thomas Cegla, Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerzmedizin, Akupunktur, Palliativmedizin

Dr. Johannes Horlemann, Facharzt für Innere- und Allgemeinmedizin

Dr. med. Michael Küster, Facharzt für Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Spezielle Schmerzmedizin, Manuelle Medizin, Schlafmedizin, Bonn

Günter Rambach, Vizepräsident der Deutschen Schmerzliga

Norbert Schürmann, Facharzt für Anästhesiologie, Allgemeinmedizin

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