Auf und Ab für CFC-Spieler: Startelf-Debüt und Platzverweis

Michael Blum erlebte bei der Auswärtsniederlage des CFC bei Lok Leipzig eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach dem Spiel entschuldigte er sich bei seinem Team.

Als der Abpfiff ertönte, stand Michael Blum schon umgezogen im Spielertunnel des Bruno-Plache-Stadions. Eigentlich hätte es der Tag des 30-Jährigen werden können. Denn der Kicker des Chemnitzer FC erlebte im Auswärtsspiel beim 1. FC Lok Leipzig sein Startelf-Debüt. Das der gebürtige Düsseldorfer aber nach 90 Minuten alles andere als gut aufgelegt war, hatte nicht nur damit zu tun, dass der CFC in der Messestadt 2:4 (2:1) unterlag.

Denn Blum musste kurz nach Wiederanpfiff vorzeitig vom Platz, da ihm Schiedsrichter Michael Wilske (Bretleben) die Gelb-rote Karte zeigte. "Ich kassiere zwei dumme Gelbe Karten. Ob die sein mussten, weiß ich nicht", sagte der 1,89 Meter große Akteur. "Auf jeden Fall war es dann für uns in Unterzahl schwierig zu verteidigen. Außerdem gingen uns im Laufe der Zeit die Kräfte aus. Ich kann mich nur bei der Mannschaft für meinen Platzverweis entschuldigen", sagte Blum, der auf dem Feld in der Innenverteidigung den Platz des angeschlagenen Niklas Hoheneder eingenommen hatte.

Zunächst erwischte der CFC vor 5521 Zuschauern auf der altehrwürdigen Sportstätte einen Start nach Maß. Im Anschluss an einen Freistoß kam Tobias Müller in der fünften Minute an der Strafraumgrenze völlig frei zum Schuss und versenkte den Ball zur frühen Führung im Lok-Kasten. Dieser Treffer entpuppte sich bei der Bergner-Elf nur bedingt als ein Leistungs-Katalysator. Nach einer reichlichen Viertelstunde bekam CFC-Torhüter Joshua Mroß zwei Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Dann war es Bozic, der in der 20. Minute auf der anderen Seite einen schnellen Gegenstoß zum 2:0 vollendete. Der CFC war allerdings noch gar nicht richtig fertig mit jubeln, als die Platzherren durch Mathias Steinborn auf 1:2 verkürzten. Glück hatten die Himmelblauen nach einer halben Stunde, als Steinborn das Tor nur knapp verfehlte. Bis zur Pause blieb die CFC - Defensive keinesfalls arbeitslos.

Der zweite Durchgang begann für den Tabellenführer mit einem Schock, als Abwehrmann Blum nach einer Abwehraktion an der Strafraumgrenze mit Gelb-Rot vom Platz musste, nachdem er im ersten Durchgang bereits verwarnt worden war. "Die zweite Gelbe Karte konnte man vielleicht geben", meinte Blum. Bei der ersten Verwarnung habe er seinen Gegenspieler aber gar nicht berührt. "Doch er lässt sich einfach fallen. Der Linienrichter zeigt nichts an, der Schiedsrichter sieht es aber anders. Das ist ärgerlich", monierte der Abwehrspieler.

Zunächst machte sich das personelle Ungleichgewicht auf dem Rasen nicht bemerkbar. Doch dann schlug es doch ein. In der 66. Minute glichen die Leipziger durch Patrick Ryan Malone zum 2:2 aus. Jetzt hatte Lok eindeutig mehr vom Spiel und übernahm die Regie. Die Bemühungen wurden in der 85. Minute und der Nachspielzeit mit zwei Treffern belohnt. "Jetzt müssen wir schnell regenerieren, denn schon am Mittwoch geht es in Auerbach weiter", blickte Blum auf das Nachholspiel voraus. Er wird im Vogtland allerdings gesperrt fehlen. "Den Einsatz gegen Leipzig habe ich mir im Training erarbeitet. Die Sperre ist ein großer Dämpfer für mich", sagte Blum, bevor er mit seinen enttäuschten Teamkollegen in der Kabine verschwand.


A-Junioren bleiben an der Spitze - B-Junioren siegen auch

Die U19-Mannschaft des Chemnitzer FC hat die Spitzenposition in der Regionalliga Nordost verteidigt. Das Team von Kay-Uwe Jendrossek bezwang zuhause den Tabellenvorletzten aus Merseburg mit 2:0 (0:0). Paul-Luis Eckhardt brachte die Himmelblauen in der 63. Minute in Führung, Philip Seifert traf in der Nachspielzeit zum Endstand. Der CFC hat als Tabellenführer sieben Punkte Vorsprung auf Energie Cottbus, das aber eine Partie weniger absolviert hat.

Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der U17-Bundesliga haben die B-Junioren des CFC gesammelt. Sie gewannen beim FC St. Pauli dank zweier Treffer von Simon Noah Roscher (46./58.) mit 2:0 (0:0) und haben nun fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. (lumm)

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6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    guenni07545
    01.04.2019

    Ob der BAK eine Lizenz beantragt hat oder nicht, das ist noch nicht bestätigt. Ja, der Herr Han hat das zwar gesagt, aber der flunkert schon auch mal. Ich hoffe dass es die keine Unterlagen abgegeben haben. Zumal deren Stadion auch nicht für die 3. Liga taugt.
    Von 12 Punkten Vorsprung haben wir nun schon 5 vergeigt, vielleicht auch 8, das weiß man am Mittwoch Abend genau. Über die Hauptgründe muss nicht mehr gesprochen werden. Allerdings hatten wir in der 1. HS fast alle Spitzenteams im eignen Stadion, in der 2. HS gibt's die nun konzentriert als Busreise.

  • 8
    6
    osgar
    01.04.2019

    Lieber @Lesemuffel, Sie sollten sich schon mal richtig informieren.
    Der Berliner AK kann gar nicht aufsteigen, weil er keinen Lizenzantrag für die 3.Liga gestellt hat. Da gibt es auch keine Hintertür.
    Ob der CFC allerdings die Lizenz bekommt, darf stark bezweifelt werden. Da sich der Klub ja noch im Insolvenzverfahren befindet, wird der DFB sicher noch genauer hinschauen. Sollte es keine Lizenz geben, hätten die Foristen, die zwar noch nie im Stadion waren, sich aber gern am CFC abarbeiten, endlich ihr Ziel erreicht. Die Stadt hat dann eine Investruine, aber was soll’s.

  • 5
    4
    acals
    01.04.2019

    Lesen Sie sich auch mal laut vor was Sie schriftlich fixieren @lesemuffel? Ihrer Meinung nach ist dem CFC die Meisterschaft zu schenken, Leistung wird nicht mehr verlangt. Und nein, die Berliner koennen nicht aufsteigen, die haben keine Unterlagen eingereicht. So sieht man CFC sportliche Konkurrenz! Ein Glück, Sport in Chemnitz zeigt sich auch anders ...

    Ihre Polemik ist allerbilligster Art!

    Sie bedienen die Vorurteile und Schienen, mit der dem CFC ein 2.Liga-taugliches Stadion für 3. Klassige Arbeit hingestellt wurde ... dieser Größenwahnsinn deutscher Natur scheint einfach nicht auszusterben. Das ist doppelt wörtlich auf den CFC gemünzt!

  • 9
    2
    612115
    01.04.2019

    Der BAK kann gar nicht aufsteigen, weil er keine Drittligalizenz beantragt hat. Und die Leistungsträger sind selbstverständlich alle auch nächste Saison an den CFC gebunden. Wenn man keine Ahnung hat - na Sie wissen schon.

  • 9
    2
    mathausmike
    01.04.2019

    @Lesemuffel:Kleiner Aprilscherz?
    1.Der CFC bleibt Spitzen-reiter!
    2.BAK hat die 3.Liga aus Kostengründen gar nicht erst beantragt.
    Schade! (*_*)

  • 4
    14
    Lesemuffel
    01.04.2019

    Es läuft folgerichtig. Der Berliner AK soll, muss aufsteigen. Ein CFC in der dritten Liga ohne Sponsoren ist zwecklos. Ausserdem werden die Leistungsträger den Verein verlassen. Weder Sponsoren noch Spitzenfussballern ist zuzumuten, in diese Stadt zu gehen, wo man Gefahr läuft, ehe man sich versieht, als Rechter oder sogar als Nazi abgekanzelt zu werden.



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