CFC-Jugend krönt starke Saison

Das U-17-Team der Himmelblauen hat sich im Finale des Landespokals überraschend mit 2:1 gegen RB Leipzig durchgesetzt. Ein Spieler hatte doppelten Grund zum Jubel.

Es ist mittlerweile gang und gäbe, dass sich Fußballmannschaften nach dem letzten Spieltag einer Saison - erst recht mit einem Titel in der Tasche - ins Flugzeug setzen und auf Mallorca ein paar Tage lang über die Stränge schlagen. Die Chemnitzer Kicker, die am vergangenen Samstag mit dem Gewinn des Landespokals ihre Saison beendeten, öffneten ein paar Flaschen mit alkoholfreien Getränken und sitzen in dieser Woche wieder auf der Schulbank.

Es handelt sich um die B-Junioren des CFC, die im Endspiel des Sachsenpokals den Bundesligakonkurrenten RB Leipzig überraschend mit 2:1 (1:1) bezwangen und nach dem gerade erreichten Klassen- erhalt ihre starke Saison krönten. "Wir hatten ein paar Probleme, in das Spiel zu finden. Doch dann habe ich gesehen, wie meine Mannschaft besser zurecht kam und bis zum Schluss gekämpft hat. Die Jungs haben diszipliniert gespielt, immer wieder Nadelstiche gesetzt und am Ende verdient gewonnen", resümierte CFC-Trainer Torsten Wappler. Die Hauptgründe für den Erfolg sah der Coach in der mannschaftlichen Geschlossenheit und der Leidenschaft seiner Schützlinge. In der zurückliegenden Punktspielserie hatte Chemnitz gegen die Roten Nachwuchsbullen, immerhin Tabellendritter der Bundesliga Nord/Nordost, einmal verloren und einmal Unentschieden gespielt.

Doch zunächst sah es vor annähernd 400 Zuschauern im Lautengrundstadion in Marienberg gar nicht danach aus, dass die Chemnitzer Truppe dem favorisierten Gegner ein Bein stellen könnte. Die Leipziger gingen durch Alessandro Schulz in der 6. Minute in Führung. Der Schütze drückte den Ball nach einem Lattentreffer per Kopf über die Linie. Danach setzte RB zwar weiter Akzente, doch die Chem- nitzer kamen zunehmend besser ins Spiel.

Glück hatten die Leipziger nach gut einer Viertelstunde, als der CFC nur den Pfosten traf. Nach 30 Minuten war es dann passiert: Die Himmelblauen glichen durch Franz Josef Pawletta aus. "Bis zur Pause hätten wir die eine oder andere Situation noch besser ausspielen können, doch aus meiner Sicht ging das 1:1 nach 40 Minuten in Ordnung", urteilte Wappler. Zur Erklärung: Im Altersbereich U 17 dauert eine Partie lediglich zweimal 40 Minuten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es in beiden Strafräumen ruhig zu, bevor nach einer reichlichen Stunde Mehmet Ibrahimi das 2:1 für RB auf dem Fuß hatte. Doch er scheiterte am glänzend reagierenden Chemnitzer Schlussmann David Wunsch. Der Treffer fiel dann doch - aber auf der anderen Seite. In der 66. Minute war es erneut Pawletta, der den CFC in Front brachte. "Wir hatten vor dem Anpfiff die Hoffnung, das Finale zu gewinnen. Nach dem Seitenwechsel stieg das Gefühl, dass wir es schaffen könnten", sagte der zweifache Torschütze.

Damit markierte der 15-Jährige in diesem Landespokalfinale genau so viele Tore wie in der gesamten abgelaufenen Bundesligasaison. "Da bin ich aber auch nicht so oft zum Einsatz gekommen", erklärte der Oschatzer, der das zweite Jahr am Sportgymnasium Chemnitz lernt. In der verbleibenden Spielzeit verteidigte der CFC-Nachwuchs mit viel Herz den knappen Vorsprung und musste nur noch kurz vor dem Abpfiff eine brenzlige Situation überstehen.

Statt freier Zeit steht für die himmelblauen U-17-Junioren nun bis Anfang Juli weiterhin Training auf dem Programm. "Bis dahin geht das Schuljahr, somit sehen wir uns weiter regelmäßig. Da werden sich auch Möglichkeiten finden, den Erfolg richtig zu feiern", sagte Trainer Wappler. Über die Lokalität habe er sich noch keine Gedanken gemacht. Doch so viel steht fest: Auf Mallorca wird die Party nicht steigen.

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