CFC-Trainer will ein Zeichen setzen

Wenn der Spitzenreiter am Sonntag wieder nach Berlin reist, soll die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen als bei der Pleite am Mittwoch.

Der Chemnitzer FC tritt am Sonntag zum Spitzenspiel der Regionalliga Nordost beim Tabellenzweiten Berliner AK an. Derzeit trennen beide Teams zehn Punkte, deshalb besitzt diese Begegnung sicherlich das Potenzial einer Schlüsselpartie. Doch ob die Kicker des Tabellenführers aus Chemnitz beim Gipfeltreffen beim ärgsten Verfolger aus der Bundeshauptstadt befreit aufspielen und sich voll und ganz auf die sportliche Aufgabe konzentrieren können, scheint derzeit unklar. Denn die Ereignisse, die sich vor dem Heimspiel gegen die VSG Altglienicke abgespielt hatten, dürften an der Psyche der jungen Spieler nicht folgenlos vorbeigehen.

Dies machte sich schon am Mittwoch bemerkbar, als der CFC beim Berliner Fußballclub Dynamo eigentlich nie zu der gewohnten Stärke fand. "In einem intensiven Fußballspiel war meine Mannschaft in der ersten Halbzeit gar nicht auf dem Platz. Mir fehlte die Ruhe im Spiel, wir waren einfach zu hektisch", sagte Cheftrainer David Bergner nach der 1:2- Niederlage. "Die Jungs haben sich auch etwas von der Gangart des Gegners beeindrucken lassen", so der Coach.

Zwar hatten die Physiotherapeuten nach dem Abpfiff alle Hände voll zu tun, doch schließlich konnten sie vermelden, dass sich kein Spieler aus dem Kader ernsthaft verletzt hatte. Weiterhin nicht einsatzfähig bleiben jedoch Abwehrspieler Matti Langer und Torwart Florian Sowade.

Nach dem Auslaufen am Donnerstag sowie Trainingseinheiten am Freitag rollt der CFC-Mannschaftsbus dann am Samstag nach einer weiteren Einheit wieder an die Spree. Der CFC hat nach zwei sieglosen Partien nun zum Abschluss der "Berliner Woche" die Chance, ein sportliches Zeichen zu setzen. Das strebt auch Bergner an. "Wir werden uns keine Krise einreden, sondern haben die Möglichkeit, gegen den Tabellenzweiten Punkte zu holen und allen zu zeigen, dass wir wieder aufgestanden sind", sagte der Coach. Daniel Frahn wird am Sonntag jedoch nicht von der Auswechselbank aufstehen. Wie CFC-Pressesprecher Steffen Wunderlich am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, liege vom Nordostdeutschen Fußballverband, der den Chemnitzer Spieler einen Tag vor dem Spiel beim BFC vorbehaltlich gesperrt hatte, weiterhin noch keine Nachricht über das weitere Prozedere in diesem Fall vor.

Bergner wollte die jüngste Niederlage nicht am Fehlen von Frahn festmachen. "Aber welcher Trainer freut sich schon, wenn sein bester Torjäger 24 Stunden vor dem Anpfiff gesperrt wird?", sagte der Coach. "Am Mittwoch hat uns generell die Durchschlagskraft gefehlt. Daran müssen wir arbeiten, um es am Sonntag beim Berliner AK besser zu machen", blickte Bergner voraus.

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