CFC: Vom vereisten Platz an den Strand

Die Regionalligafußballer sind ins Trainingslager in die Türkei gestartet. Für einen jungen Spieler ist es die erste Reise ans Mittelmeer, ein anderer darf gar nicht erst mit.

Für die Kicker des Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC ging es am Montag zeitig aus den Federn. Denn der Tross des Tabellenführers brach bereits 7 Uhr im Sportforum auf, um mit dem Mannschaftsbus Richtung Flughafen Berlin-Tegel zu fahren. Dort hob das Team am frühen Nachmittag Richtung Türkei ab. An Bord waren neben dem Trainer- und Funktionsteam 22 Spieler. Kicker Fabian Müller blieb allerdings in Chemnitz. "Fabian wird sich daheim fithalten. Das haben wir ihm am Samstag mitgeteilt", sagte Chefcoach David Bergner. Zu den Gründen für diese Entscheidung wollte er sich nicht äußern, allerdings heißt es aus Vereinskreisen, dass Müller die Freigabe für einen Wechsel erhalten habe.

Mit dabei im Flieger war hingegen Kristian Taag. Nachdem der Abwehrspieler im vergangenen Jahr mit der U 23 des SV Werder Bremen in Spanien im Trainingslager war, erlebt der 19-Jährige in Sachen Fußball nun seine Türkei-Premiere. Besondere Utensilien für die Freizeitgestaltung wollte der junge Akteur nicht mit ins Gepäck nehmen. "Bei mir dreht sich ohnehin alles um Fußball. Und schließlich reisen wir ins Trainingslager und nicht in den Urlaub", stellte er klar.

Bei der 2:4 (1:1)-Niederlage im Test gegen den aktuellen Tabellenvierten der 3. Liga, den Halleschen FC, stand Taag eine Halbzeit lang auf dem Kunstrasenplatz an der Beyerstraße. Auch wenn die Spielfläche solide geräumt war, bleiben die Bedingungen bei minus sieben Grad alles andere als traumhaft. "Es ist egal, ob wir bei Kälte auf Kunstrasen, auf dem Hallenboden oder auf Schnee spielen. Diese Bedingungen gilt es anzunehmen, schließlich handelt es sich um ein Wettkampfspiel", sagte Taag. In den 90 Minuten war nicht zu übersehen, dass die Vorteile klar beim HFC lagen. Neben den vier Toren traf der Drittligist noch dreimal Aluminium.

"Nachdem wir in dieser Woche wegen des Wetters kaum auf Rasen trainieren konnten, war der Auftritt in Ordnung. Wir haben uns in meinen Augen vernünftig präsentiert, wobei mir auch klar ist, dass nach zwei Wochen Training im spielerischen Bereich noch nicht alles laufen kann", sagte CFC-Cheftrainer David Bergner. An den spielerischen Feinheiten wird jetzt am Mittelmeerstrand gefeilt. In der Ferne könnte sich auch personell noch etwas tun. "Ich will nicht ausschließen, dass in unserem Camp der eine oder andere Probespieler auftaucht. Das muss aber nicht sein", sagte Bergner. Möglichkeiten für alle Spieler, sich zu zeigen, gibt es reichlich. Neben den täglichen Trainingseinheiten stehen bis 31. Januar auch drei Testspiele auf dem Programm.

Langweilig dürfte es auch der medizinischen Abteilung nicht werden. Wie Physiotherapeut Olaf Renn verriet, habe er für den Auslandsaufenthalt des himmelblauen Personals besonders viele Medikamente geordert und eingepackt. "Insbesondere haben wir uns mit Tabletten gegen Erkältungen und Magen-Darm-Infekte eingedeckt", sagte Renn. Für die medizinische Versorgung wurden acht Koffer geschnürt, für den Transport sind ausgewählte Spieler verantwortlich.

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