Chef-Handwerker will Spaß haben

Die Landesklasse-Kicker aus Rabenstein gehen mit nur drei Neuzugängen in die Saison. Einer davon ist zufällig entdeckt worden.

Die Werkzeuge für eine erfolgreiche Saison in der Fußball-Landesklasse liegen bei der SG Handwerk Rabenstein bereit. Das Team von Trainer Andre Stöhr will mit dem notwendigen Ehrgeiz, einer großen Portion Spaß und einem neuen Spieler-Trio in der Staffel West wieder eine gute Rolle spielen.

Dabei möchte sich der Coach bei der Formulierung eines Saisonziels jedoch nicht auf einen bestimmten Tabellenplatz festnageln lassen. "Wir sind in den vergangenen Jahren zweimal Zweiter und einmal Vierter geworden. Da ist es natürlich blöd, jetzt von einem Mittelfeldplatz zu reden", sagt Andre Stöhr. Schließlich lässt er sich dann doch noch dazu hinreißen, eine Kennziffer zu nennen. "Wir haben im Vorjahr 52 Punkte erkämpft und wollen diese Marke in der kommenden Saison übertreffen", sagt der Trainer, der in seiner Arbeit nach wie vor von Jörg Lorenz unterstützt wird.

Im Sportpark Rabenstein soll weiterhin ansehnlicher Fußball gespielt werden, vom Aufstieg träumt auf und neben dem Platz eigentlich niemand. Immerhin verfüge die Sportgemeinschaft über einen guten Kader, die Mannschaft hat sich längst etabliert. "Wenn wir stets mit Spaß an die Sache gehen, kommen die Ergebnisse von ganz alleine", sagt der Übungsleiter. "Ich zähle fünf, sechs Teams, die auch in den vergangenen Jahren vorn zu finden waren, zu den Favoriten. Sicherlich kommt noch eine Überraschungsmannschaft dazu. Ich gehe davon aus, dass die Serie 2018/19 deutlich spannender verläuft, als es in der Vorsaison der Fall war", analysiert Stöhr.

Im Sommer hat kein Spieler die SG verlassen, dafür kamen drei Neue. Stürmer Patrick Ströhle kehrte von seinem einjährigen Landesliga-Gastspiel beim FC Lößnitz zurück, Mittelfeldakteur Benjamin Demmler kam von Ifa Chemnitz. Defensivmann Thilo Kowalschek trug zuletzt das Trikot des HFC Colditz. "Ihn haben wir durch Zufall entdeckt, als er auf unserem Sportgelände bei einem Firmenturnier dabei war. Dabei stellte sich heraus, dass er in Chemnitz arbeitet und wohnt. Für ihn fällt nun die Fußball-Pendelei weg, und wir haben einen Neuzugang", sagt der Trainer. Ohnehin wurden die drei Kicker ganz gezielt verpflichtet. "Wir wollten den Kader nicht unbedingt verbreitern. Vielmehr handelt es sich bei jedem Spieler um echte Verstärkungen", sagt der Coach. Jetzt sei es gelungen, jede Position im Team doppelt zu besetzen. "Und das gleichstark", betont der Chef-Handwerker. Motivationsprobleme kenne er in seiner Mannschaft nicht. "Die Jungs sind alle extrem ehrgeizig und treiben sich im Training gegenseitig nach vorn", sieht der Trainer einen verschworenen Haufen, der in der Landesklasse eine echte Hausnummer bleiben möchte.

An diesem Wochenende wartet auf Handwerk die erste Pflichtspielaufgabe. Im Sachsenpokal tritt das Team am Sonntag beim ESV Lok Zwickau an. "Ein Sieg würde sicherlich dazu beitragen, dass wir gut in die Saison starten können", sagt Stöhr. Diese beginnt in einer Woche mit dem Derby gegen Ifa.

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