Chemcats überzeugen bei Rückkehr

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Die Basketballerinnen haben ihr erstes Spiel in der Zweiten Bundesliga nach vier Monaten Pause zwar verloren, doch der Auftritt macht Mut.

Sie sind wieder da. Die Basketballerinnen der Chemcats sind die ersten Sportler aus Chemnitz nach den Profis der Niners, die seit dem Beginn des Lockdowns im November wieder ein Spiel bestritten haben. Möglich macht das die Tatsache, dass die Zweite Bundesliga, in der die Mannschaft spielt, als Profiliga eingestuft wird. Während die Amateursportler in ganz Deutschland mit Spannung auf die Bund-Länder-Konferenz am kommenden Mittwoch schauen und hoffen, dass es vielleicht Lockerungen für sie geben kann, durften die Profis weiter trainieren und auch spielen.

Das Heimspiel der Chemcats am Samstagnachmittag gegen die Hurricanes aus Rotenburg war dennoch das erste Spiel überhaupt für die Sächsinnen seit Ende Oktober. Dass es gegen die Gäste, die in den vergangenen Wochen viele Spiele bestritten haben, mit 87:92 verloren ging, war also keine große Überraschung. Erstaunlich aber war, wie stark sich die Chemcats bei ihrer Rückkehr auf das Parkett präsentierten.

Trotz fehlender Spielpraxis passte vor allem in der Offensive viel zusammen, einige schöne Spielzüge konnten die Fans bewundern - das aber nur daheim vor den Computerbildschirmen. Denn Zuschauer waren in der Schloßteichhalle nicht erlaubt. Der Verein betrieb aber großen Aufwand und übertrug das Spiel und mit zwei Kommentatoren ins Internet. Mehr als 900 Zugriffe hatte der Livestream.

Wo es bei den Chemcats noch nicht passte, noch nicht passen konnte, war die Defensivarbeit. Um dort richtig zupacken zu können und im Verbund zu verteidigen, braucht es Spielpraxis. Und die fehlt den Chemnitzerinnen natürlich. Dass sie seit Oktober kein Spiel bestritten haben, obwohl die Liga offiziell nur im Januar pausierte, wurde von der Vereinsführung so entschieden. "Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit vielen Spielerinnen, die auf die Sportschule gehen", erklärte Trainer Thomas Seltner. "Wir können mit denen nicht kreuz und quer durch das Land fahren, obwohl sie nicht einmal in die Schule dürfen." Trainieren konnten die jungen Basketballerinnen, weil sie als Kadersportler geführt werden.

Und so wurden die Chemcats auf eigenen Wunsch zunächst auch nur mit Heimspielen angesetzt. Schon in der kommenden Woche steht das nächste an. "Und Ende März werden wir sehen, ob die allgemeine Lage auch wieder Auswärtsreisen rechtfertigt", so Seltner. Er sei erst einmal froh gewesen, dass überhaupt wieder gespielt werden konnte. Alle anderen Sportler hoffen, dass auch sie bald wieder auf das Parkett oder den Rasen zurückkehren dürfen.

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