CVV profitiert von großem Kader

Die Volleyballerinnen aus Chemnitz sind als Neuling in der Regionalliga weiter sehr gut unterwegs. Denn selbst wichtige Stützen können ersetzt werden.

Die Rückrunde begann, wie die Hinrunde aufgehört hatte: mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg. Die Regionalligafrauen des Chemnitzer Volleyballvereins (CVV) haben vor knapp 150 Zuschauern gegen Mitaufsteiger FSV Reichenbach ihren neunten Sieg im elften Spiel geholt und damit den dritten Tabellenplatz der Staffel Ost gefestigt. "Als wir im zweiten Satz unter Druck geraten sind, haben die Spielerinnen gezeigt, dass sie Lösungen finden", lobte Trainer Klaus Meier insbesondere die präzisen Aufschläge von Stephanie Fröhlich. So geriet der Sieg in einem nicht immer hochklassigen Volleyballspiel nie in Gefahr. "Uns ist bewusst, dass wir von anderen Gegnern der Liga mehr Gegenwehr zu erwarten haben", so der Trainer.

Als Schlüssel zum Erfolg erwies sich die personelle Breite des CVV-Teams, da am Samstag Stammkräfte wie Anna-Maria Nitsche (krank) und Franziska Nitsche (beruflich bedingt) fehlten. "Die Vorstellung, einem Kader von 18 Spielerinnen gerecht werden zu können, ist schon eine kleine Herausforderung", sagt Meier nicht ohne Schmunzeln. Das gelte am Spieltag selbst und in jedem Training. So kam es auch, dass am Samstag gegen Reichenbach Stammlibera Anita Schenk vom Rand aus anfeuerte, während Daniela Espig zu ihrer Heimpremiere im Trikot des CVV kam. "Ich fehle kommende Woche und wir haben die Position dreifach besetzt - da gehört das dazu", akzeptierte Schenk die Entscheidung des Trainers.

Seit 2014 gehört Schenk dem Team von Klaus Meier an, welches sich durch Sachsenklasse und Sachsenliga den Weg in die Regionalliga gebahnt hatte. Vorher hatte sie beim SSV Chemnitz, neben der SG Adelsberg einer der beiden CVV-Gründungsvereine, mit dem Volleyball begonnen und in der zweiten Mannschaft der CPSV-Volleys Regionalligaluft geschnuppert. Die 26-Jährige kennt sich also aus. "Das Spiel in der Regionalliga ist deutlich schneller, mehr taktisch geprägt. Die Teams wissen, wo die Schwächen sind, wir müssen wacher agieren", sagt die Sporttherapeutin.

Als Libera sieht sie sich als Defensivspezialistin, möchte in der Annahme das Team leiten und mit Schnelligkeit in der Feldabwehr den Ball im Spiel halten. Fragt man nach einem Schlüsselspiel der Hinrunde, so war es für sie der 3:2-Derbysieg gegen Zschopau Anfang Dezember. "Nach den Niederlagen gegen die Mitfavoriten Jena und Leipzig ging dieses gut aus, das hat Selbstvertrauen gegeben", schätzt Schenk ein.

Neben Volleyball betreibt sie Mountainbiking im Team Chemnitz-Mitte. "Über 10.000 Kilometer kommen pro Jahr schon zusammen", sagt sie. Ein Höhepunkt ist das Heavy-24-Rennen Ende Juni um den Stausee Rabenstein. Für Klaus Meier ist Anita Schenk eine der "vielseitigen Konstanten" im Team, die sich mit ihrer Spielposition bestens identifiziert und stets weiterentwickelt. "Anita übernimmt Verantwortung und zeigt höchste Trainingsmoral, ist damit sicherer Rückhalt des Teams", so der 50-Jährige.

Am kommenden Wochenende tritt der CVV auswärts beim VCO Dresden II an, in zwei Wochen heißt der Gegner Lichtenstein - dann wieder in eigener Halle.

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