"Das war bitter für die Jungs"

Fußball: Rapid-Trainer Florian Butter über das 3:5 in Pirna und seine neue Verantwortung beim Landesligisten

Es war ein Kellerduell, das er im Vorfeld als Sechs-Punkte-Spiel bezeichnet hatte: Florian Butter, seit Mitte Oktober Cheftrainer des BSC Rapid Chemnitz, hat mit seinem Team am Samstag in der Fußball-Landesliga 3:5 (2:2) beim VfL Pirna-Copitz verloren. Mario Schmidt sprach danach mit dem 28-Jährigen.

Freie Presse: Ihre Mannschaft konnte in Pirna zweimal in Führung gehen. Warum hat es letztlich nicht mal zu einem Punkt gereicht?

Florian Butter: Weil wir fünf Treffer nach Standardsituationen kassiert haben. Das war bitter für die Jungs, die ansonsten gut gearbeitet haben. Der Gegner ist mit relativ wenig Aufwand zum Sieg gekommen. Und was den Schiedsrichter betrifft: Er hat insgesamt eine gute Leistung gezeigt, die meisten 50:50-Entscheidungen aber gegen uns getroffen.

Trotzdem: Der BSC Rapid hat in den letzten drei Partien 14 Gegentore kassiert. Schrillen da nicht die Alarmglocken?

Nein. Die Saison ist noch lang. Und so seltsam es klingen mag: Wir sind auf einem guten Weg. 11 der 14 Gegentore fielen nach Standards, das ist unsere Achillesferse. Wir müssen uns in den Zweikämpfen cleverer anstellen, dürfen nicht so viele Freistöße und Eckbälle verursachen.

Muss der Verein in der Winterpause personell nachrüsten, um die Klasse halten zu können?

Wenn das letzte Spiel der Hinrunde vorbei ist, werden wir die Situation in Ruhe analysieren und schauen, ob Nachholbedarf besteht. Man darf auch nicht vergessen, dass wir im Sommer mehrere Neuzugänge aus unteren Klassen geholt haben. Diese Spieler brauchen Zeit, um sich an die höhere Liga zu gewöhnen.

Sie sind seit drei Wochen Cheftrainer bei Rapid. Spüren Sie die Last der Verantwortung auf Ihren Schultern?

Natürlich ist es mehr Verantwortung, das kann ich nicht leugnen. Grundlegendes hat sich für mich allerdings nicht geändert. Bereits in meiner vorherigen Funktion als Assistenztrainer unter Thomas Schreyer habe ich mich mit verantwortlich gefühlt, wenn etwas schiefgelaufen ist.

Mit 28 Jahren sind Sie jünger als einige Ihrer Spieler. Bringt das Autoritätsprobleme mit sich?

Überhaupt nicht. Wir haben charakterlich ausnahmslos gute Jungs im Kader, die ja auch für ihren eigenen Erfolg spielen. Da wäre es kontraproduktiv, sich gegen den Trainer zu stellen.

Was machen Sie bei der Arbeit mit dem Team anders als ihr Vorgänger Thomas Schreyer?

Für die Mannschaft hat sich nicht viel geändert. Die taktischen Dinge hatte ich vorher immer schon gemeinsam mit Thomas besprochen. Es bleibt auch dabei, dass wir die Meinungen von routinierten Spielern wie Steve Grube einholen. Es wäre sicher ein Fehler, auf deren Erfahrungen zu verzichten.

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